Kommunen wollen Schlösserstiftung als Partner behalten

Dornburg-Camburg.  CDU-Arbeitskreis sucht das Gespräch mit Kommunen, Fördervereinen und Museumsleitungen

Klaus Sammer, Ortsteilbürgermeister von Dornburg (rechts), im Gespräch mit Mitgliedern der CDU-Landtagsfraktion über die Zukunft der Dornburger Schlösser. Die Landespolitiker hatten in einer Woche acht Schlösser besucht, die von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verwaltet werden. 

Klaus Sammer, Ortsteilbürgermeister von Dornburg (rechts), im Gespräch mit Mitgliedern der CDU-Landtagsfraktion über die Zukunft der Dornburger Schlösser. Die Landespolitiker hatten in einer Woche acht Schlösser besucht, die von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verwaltet werden. 

Foto: Schorcht

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Sie sind ein Touristenmagnet, aber auch eine große Belastung für ihre Eigentümer und Förderer - die drei Dornburger Schlösser mit ihren Museen und Gärten. Investitionen etwa an dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Renaissanceschloss sind lange überfällig. Doch der Eigentümer , die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, hat viele Immobilien, die dringend sanierungsbedürftig sind. Deshalb werden die geplanten Bauarbeiten in Dornburg immer wieder aufgeschoben.

Über die Zukunft des Schlossensembles informierte sich in dieser Woche Mario Voigt, der die Interessen der Region im Landtag vertritt, gemeinsam mit Christian Herrgott und Jörg Kellner von der CDU-Landtagsfraktion. Im Gespräch mit kommunalen Akteuren seien auch hier die finanziellen Nöte thematisiert worden. „Einmal mehr wurde wieder deutlich, dass Heizkosten, Aufwendungen für Personal, Versicherungen und Verwaltung etwa der Dornburger Schlösser die Eigentümer und kommunalen Haushalte schnell an ihre Belastungsgrenze bringen“, sagte Voigt. Um hier helfen zu können, sollten Bund und Land in Verhandlungen über die Übernahme von Betriebskosten der historischen Gebäude treten. Dies würde eine spürbare Entlastung für die Akteure vor Ort darstellen.

„Acht Schlösser in vier Tagen und dazu viele konstruktive Gespräche mit kommunalen Vertretern, Fördervereinen und Museumsleitungen haben uns gezeigt, dass der Wunsch in den Regionen groß ist, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten in ihrer Gesamtheit zu erhalten“, resümierte Jörg Kellner. Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion forderte daher den sofortigen Abbruch der gescheiterten Verhandlungen mit Sachsen-Anhalt über einen Staatsvertrag zur Gründung einer mitteldeutschen Kulturstiftung. "Stattdessen müssen wir darauf hinarbeiten, dass uns der Bund die in Aussicht gestellten 100 Millionen Euro an Investitionsmittel für Thüringens Schlösser und Gärten bis spätestens 2021 zukommen lässt." Dies könne in Form einer schlanken Förderstiftung geschehen, die diese Gelder an Thüringen weiterleite, so sein Vorschlag.

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