Liberale kritisieren den Jenaer Dezernenten Gerlitz

Ein Mann hält ein Modell des Coronavirus in der Hand.

Ein Mann hält ein Modell des Coronavirus in der Hand.

Foto: Dirk Waem / dpa

Jena.  Seine Corona-Politik sei „angstgetrieben“, so lautet der Vorwurf.

Die FDP Jena/Saale-Holzland kritisiert die Wortwahl des Jenaer Dezernenten Christian Gerlitz (SPD) zum geänderten Infektionsschutzgesetz. „Wer unter anderem die Beschäftigten des Gesundheitsbereichs und die Kinder in den Schulen als Kronzeugen für sein angstgetriebenes Pandemiemanagement benutzt und anderen unterstellt, ausschließlich den Applaus von Montags-Spaziergängern bekommen zu wollen, disqualifiziert sich in seiner eigentlichen Arbeitsaufgabe als stellvertretender Leiter des Corona-Krisenstabes“, heißt es in einer Mitteilung der Liberalen. Gerlitz setze ausschließlich auf Pflicht und Zwang und spreche ein Misstrauensvotum gegenüber der eigenen Bevölkerung aus.

Aus Sicht des FDP-Kreisverbandes habe sich das Wissen über das Virus weiterentwickelt. Inzidenzen seien nicht mehr der ausschlaggebende Faktor. Mit Hot-Spot-Regeln seien Abwägungen in das geänderte Infektionsschutzgesetz eingeflossen, andererseits gelte auch eine Verhältnismäßigkeit „als ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität bei gleichzeitiger Handlungsfähigkeit“. Vulnerable Gruppen würden geschützt, das soziale Leben und Bildung für Kinder gestärkt.