Lichterglanz trotz abgesagtem Weihnachtsmarkt in Kahla

Kahla.  Familie aus Zwabitz spendet in diesem Jahr den Tannenbaum für den Kahlaer Markt.

Die Tanne steht eins a: Die Männer des Kahlaer Bauhofs haben den etwa neun Meter hohen Weihnachtsbaum auf dem Markt aufgestellt.

Die Tanne steht eins a: Die Männer des Kahlaer Bauhofs haben den etwa neun Meter hohen Weihnachtsbaum auf dem Markt aufgestellt.

Foto: Katja Dörn

Beginnen wir mit den guten Nachrichten: Der diesjährige Weihnachtsbaum für den Kahlaer Markt ist ein prächtiges Gewächs. Kerzengerade steht er da, mit ausladenden Ästen und dichtem Nadelbewuchs. Die etwa neun Meter hohe Tanne kann sich sehen lassen, finden auch die Männer des Bauhofs, die das gute Stück am Dienstagmorgen aufstellten.

Gespendet wurde der Baum von der Familie von Klaus Adler aus Zwabitz, sagt Bauhof-Mitarbeiter Heiko Sebastian. Den Adlers stand die Tanne zuletzt im Weg, da sie Arbeiten an der Hausfassade planen. Über fußballerische Kontakte zu den Bauhof-Mitarbeitern kam die für beide Seiten gute Vereinbarung zustande.

Ohnehin ist das Aufstellen des Weihnachtsbaums in Kahla eine Gemeinschaftsarbeit. Mithilfe der Reinstädter Agrargenossenschaft konnte der Transport nach Kahla bewältigt werden, und die Gartenbauer der Landschaftspflege Weber stellten das entsprechende Gerät, um die Tanne am Markt in die Senkrechte zu bringen. Zur Ausschmückung sollte später noch die Freiwillige Feuerwehr in Kahla anrücken, die per Drehleiter die Beleuchtung und die großen Christbaumkugeln anbringen will.

Hoffnung auf Feste im nächsten Jahr

Mit dem in der Altstadt bereits vom Bauhof angebrachten Weihnachtsschmuck kommt nun etwas Stimmung auf in den dunklen Stunden. Die schlechte Nachricht aber: Das Tummeln um die Weihnachtsstände am zweiten Adventswochenende fällt aus. Wie in vielen anderen Städten musste sich auch die Kahlaer Stadtführung dazu entscheiden, den Weihnachtsmarkt abzublasen. „Schweren Herzens“, wie Bürgermeister Jan Schönfeld sagt.

Stand vergangene Woche, als die Absage sicher war, hätte es eine Personenbegrenzung für die Besucher geben müssen. „Es ist ein kein Fest für alle, wenn nicht alle kommen können“, sagt er. Die Hoffnung besteht, im kommenden Jahr alle liebgewonnenen Feste in der Stadt wieder feiern zu können. Zuletzt vermissten die Kahlaer bereits das Marktbrunnenfest, das im Herbst pandemiebedingt ins Wasser fiel.