Lorenz Bank von Science City Jena: Vom Nachwuchs zu den Profis

Jena.  Talent Lorenz Bank sammelt bei Basketball-Zweitligist Science City Jena fleißig Spielzeit und freut sich auf das Doppelspieltag-Wochenende.

Lorenz Bank von Science City Jena.

Lorenz Bank von Science City Jena.

Foto: Holger Zaumsegel

Als der zweitbeste Dreier-Spezialist der deutschen Basketball-Bundesliga-Geschichte, Julius Jenkins, noch für Science City Jena spielte, kam Lorenz Bank gerne Mal eine Stunde früher zu seinen Trainingseinheiten im Nachwuchs. Schließlich trainierten vorher die Profis und ein Talent wie er konnte allein durchs Beobachten viel vom US-Amerikaner lernen. „Der war echt cool“, sagt der 19-jährige Jenaer Sportgymnasiast über den damaligen Punktegaranten.

Heute hat Jenkins seine Karriere beendet und für die Dreier sind bei den Saalestädtern andere zuständig - auch Lorenz Bank. Sein erster erfolgreicher Distanzwurf in der 2. Bundesliga ProA gelang dem herangehenden Abiturienten zum Saisonauftakt bei den Kirchheim Knights (111:81). Zudem stand das Talent über 18 Minuten auf dem Parkett - fast genauso lang wie Leistungsträger Stephan Haukohl.

Auch wenn die Corona-gebeutelten Baden-Württemberger prädestiniert dafür waren, dem Nachwuchs eine Chance zu geben, darf die lange Spielzeit für Bank auch als Fingerzeig von Trainer Frank Menz verstanden werden.

Basketball-Gene in die Wiege gelegt

Nicht umsonst erhielt der gebürtige Magdeburger vor Saisonbeginn vom auch als Sportdirektor aktiven Menz einen Dreijahresvertrag. „Frank weiß, wie er junge Spieler einbindet“, sagt Lorenz Bank, dem die Basketball-Gene in die Wiege gelegt wurden. Vater Jan war DDR-Nationalspieler, der ältere Bruder Lennart ist Nachwuchs-Trainer in Leipzig. Der Papa ist für Sohn Lorenz ein Mentor und war froh, dass sein Filius im ersten Spiel so eine prominente Rolle spielen durfte, während er in der Vorsaison schon „reinschnuppern“ konnte. „Aber es gab natürlich auch Kritik“, sagt Lorenz. Das helfe ihm, besser zu werden. Fehler gehören dazu, „du darfst sie halt nicht wiederholen“.

Als persönliches Saisonziel hat sich Lorenz Bank vorgenommen, weiter einen festen Platz in der Rotation von Science City zu bekommen. Mit Kapitän Dennis Nawrocki und Joschka Ferner auf seiner Position wird das nicht so leicht. Die beiden Etablierten sieht Bank aber nicht als Konkurrenten, sondern als Mitspieler. „Wir sind ein Team, helfen einander.“ Besonders von Nawrocki könne er viel lernen, gerade was die Defensive angeht.

Hier sieht Bank auch das größte Steigerungspotenzial, wenn er auf die nächsten Spiele am Freitag bei den Uni Baskets Paderborn (Beginn 20 Uhr) und am Sonntag bei den Bayer Giants Leverkusen (14 Uhr) blickt. Mit einer besseren Defensivleistung sollte Jena auch diese Hürden meistern. Um - auch dank der Hilfe von Lorenz Bank - den perfekten Saisonstart hinzulegen.

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