Mehr Wettbewerb ums Gepäck am Jenaer Paradiesbahnhof

Jena.  Schließfächer gibt es ohne Ende in Jena: Neben der Gepäckaufbewahrung der Deutschen Bahn gibt es diesen Service nun auch von der Stadt.

Der am Paradiesbahnhof aufgestellte „Gepäcksafe“: Die Schließfachanlage steht zwischen Eisenbahn und Saalewehr.

Der am Paradiesbahnhof aufgestellte „Gepäcksafe“: Die Schließfachanlage steht zwischen Eisenbahn und Saalewehr.

Foto: Foto: Thomas Beier

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Reisende und Besucher Jenas haben bald ungeahnte Gepäck-Aufbewahrungsmöglichkeiten. In Ergänzung zur Schließfachanlage der Deutschen Bahn AG gibt es nun auch eine kommunale Boxenanlage am Paradiesbahnhof. Der Gepäcksafe stand bisher am Volksbad-Parkplatz; war dort aber kaum nachgefragt von Radtouristen. An der Bahn steht die Anlage neben der im Jahre 2016 für 100.000 Euro von der Kommune errichteten Fahrradabstellanlage näher am Saaleradweg.

Wo gibt es mehr Platz? Die 30 Schließfächer der Bahn sind deutlich größer als die städtischen Schließfächer; bei der Bahn passt auch ein Koffer rein, und es gibt sogar sechs XXL-Fächer. Die städtischen Boxen zielen mehr auf Radtouristen ab: Hier ist der Platz deutlich kleiner, ein Rucksack passt aber. Lüftungsschlitze erlauben bei der Stadt auch das Abstellen heißgelaufener Wanderschuhe.

Die Kosten: Bei der Stadt sind für eine Box einmalig zwei Euro einzuwerfen. Bei der Deutschen Bahn kostet das Einschließen von Gepäck je nach Größe ab 2,50 Euro pro Tag.

Als „toter Briefkasten“ geeignet? Bei der Deutschen Bahn ist nach 72 Stunden Schluss mit Schließfach. Außerdem dürfen laut den ausgehängten Vertragsbedingungen bestimmte Gegenstände nicht eingestellt werden. Dazu gehören Geld, Edelsteine, Kunstgegenstände, Waffen und Betäubungsmittel sowie Dinge, die übel riechen. Die Nutzungsbedingungen der Stadt waren zuletzt moderater formuliert. Die Box ist für „Gepäck während Ihres Jena-Aufenthaltes“ gedacht, heißt es knapp.

Was kostet der Verlust des Schlüssels? Bei der städtischen Anlage wird ein Betrag von 131 Euro erhoben. Die Deutsche Bahn verlang für die Notöffnung und die Ersatzbeschaffung eines „Schließmediums“ insgesamt 30 Euro.

Auslastung: Bei der DB war Dienstag nur ein einziges von 30 Gepäckfächern belegt. Bei der Stadt waren alle neun Boxen verschlossen, was aber sicher daran lag, dass die Anlage noch nicht offiziell in Betrieb gegangen ist.

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