Meine Meinung: Cool bleiben und granteln

Katja Dörn über eine Studienfahrt nach Wien

Redakteurin Katja Dörn

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Foto: Katja Dörn

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Ich war in Wien! Das muss hier nun mal festgehalten werden, gaben sich in Vor-Corona-Zeiten doch diverse Jenaer Lokalpolitiker medienwirksam ein Stelldichein in der österreichischen Bundeshauptstadt, um ein paar gute Ideen zu stibitzen. Günstiger Wohnraum und gut ausgebauter Nahverkehr locken. Wien bietet aber noch mehr. Erfrischung beispielsweise, weil immerzu Wasserspender in der Innenstadt bereitstehen. Oder „Coole Straßen“, in denen man auf Knopfdruck bei hitziger Wetterlage (die gibt’s freilich oft) sanft mit Wasser besprüht wird.

Und ja mei, die opulenten Kaffeehäuser! Da ist Wien uns in seiner Vielfalt um Jahrhunderte voraus. Selbst wenn der durchgetaktete Deutsche erst einmal verdauen muss, dass man hier die Zeit verlieren soll. Zwei Stunden an einem kleinen Schwarzen sitzen? Geht. Es kann sogar sein, dass dies unfreiwillig geschieht. Denn mancher grantelnde Kellner sieht nach der Bestellung einfach durch den Gast hindurch. Da hilft ein zaghafter Fingerzeig und „Zahlen, bitte“ nur bedingt. Also lieber sitzen bleiben und noch ein wenig den nörgelnden Wienern zuhören, die in eifriger Übertreibung darstellen, was alles so falsch läuft in ihrer Stadt. Das, wohlgemerkt, können allerdings auch Jenenser.

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