Meine Meinung: Digitalisierung als Jobmotor

Katja Dörn über eine wachsende Branche in Jena.

Lokalredakteurin Katja Dörn aus Jena

Lokalredakteurin Katja Dörn aus Jena

Foto: Katja Dörn

Anders als Honeckers Vermutung wurde der Sozialismus in seinem Lauf eben doch aufgehalten. Während Honecker mit stolzer Brust vor gut 30 Jahren den leistungsfähigen 32-bit-Mikroprozessor präsentierte und vom Ochs und Esel schwadronierte, stand die DDR schon vor dem Untergang. Und der gefeierte Mikroprozessor machte nicht wett, dass man im Vergleich zu westlichen Errungenschaften in der Technologie das Nachsehen hatte, selbst wenn hochkompetente Mitarbeiter im Kombinat Mikroelektronik in Erfurt oder bei Carl Zeiss Jena forschten.

Heute ist dagegen die Digitalisierung in ihrem Lauf tatsächlich nicht aufzuhalten. Die Branche wächst, wie sich beispielsweise an den Neubauplänen am IT-Paradies zeigt. Immer mehr Arbeitsplätze werden geschaffen, die sich von der früheren Arbeitswelt unterscheiden. Vertrauensarbeitszeit, Aufmerksamkeiten wie kostenloses Obst oder Tischkicker, an denen man in der selbst gewählten Pause abschalten kann. Klingt doch bestens, nur fehlen auch dort die Fachkräfte, da geht es dem E-Commerce-Händler ähnlich wie dem Handwerksmeister, der übrigens von klugen Digitalisierungskonzepten profitieren kann, zum Beispiel zur Optimierung der Buchhaltung und der Aufträge oder bei der Kommunikation mit Kunden.