Meine Meinung: Lange Suche nach Träumern

Redakteurin Katja Dörn

Redakteurin Katja Dörn

Foto: Peter Michaelis

Katja Dörn über das leerstehende Gasthaus „Saalestrand“.

„Immer schon von der eigenen Gaststätte geträumt?“ Mit diesem Satz bewirbt die Stadt via Facebook ein Angebot, das über Kommunale Immobilien Jena vergeben wird: die ehemalige Gaststätte „Saalestrand“ sowie das dahinter liegende Glashaus. Beides soll über eine erbbaurechtliche Vergabe einen neuen Besitzer finden. Der Satz könnte Gastronomen in Anbetracht der Pandemiemonate sauer aufstoßen. Grob zusammengefasst: Lockdown, leicht aufmachen, Lockdown, langsam wieder Gäste begrüßen; Jubel, Sommer! Moment, wo ist ihr Test/Impfzertifikat? Aus früheren Träumen wurden Albträume.

Um eine eigene Gaststätte zu eröffnen, muss vieles passen, finanziell, personell und konzeptionell. Beim „Saalestrand“ hakt es offensichtlich mit der Vergabe, trotz der als attraktiv angepriesenen Lage und der erwünschten Einbeziehung des anliegenden Zirkus Momolo, um einen Treffpunkt für Erholungssuchende entstehen zu lassen. Die KIJ-Ausschreibung ist nun um zwei Monate bis zum 15. Dezember verlängert worden. Der Erbbauzins für das Gasthaus beträgt monatlich 1850 Euro, wobei eine vertragliche Bindung über 30 Jahre festgeschrieben ist. Vielleicht findet sich ein Träumer, der mit beiden Beinen im gastronomischen Leben steht.

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