Meine Meinung: Thomas Beier über offene Fragen nach der Wahl

Als Zeitung helfen wir unseren Lesern gern direkt. Wie jener Dame aus dem Stadtzentrum, die sich nach dem Urlaub am Donnerstag extra auf den Weg in die Redaktionsstube machte, um bei uns nachzufragen: Sagen Sie mal, was gab es letzten Sonntag eigentlich zu wählen?

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Wir konnten der Dame antworten: Da ging es um den ein oder anderen Jenaer Ortsteilbürgermeister.

Auch bei der freilaufenden Schafherde oberhalb des Himmelreichs war die Kommunalwahl am Donnerstag Thema. „Da haben die Grünen so viele Stimmen bekommen, aber der Naturschutz und das Tierwohl spielen überhaupt keine Rolle in Jena“, klagte eine Großmutter, die mit der Enkelin unterwegs war und sich über das Schweigen zum Thema Lämmer ärgerte.

So ­grün-kritisch kann man das freilich nicht sehen, der neue Stadtrat konstituiert sich ja erst nächsten Mittwoch, und von da an geht‘s womöglich andersrum. Denn schon vor der Kommunalwahl haben die Grünen den Finger in die Wunde gelegt. Jetzt nicht gerade knallhart an der Camsdorfer Brücke, so aber doch beim Thema Weidewirtschaft.

Als im Stadtentwicklungsausschuss letzten Herbst vom vormaligen Stadtarchitekten das „Entwicklungskonzept Freiraumstruktur Jena“ vorgestellt wurde, war es ein Politiker der Grünen, der sagte: Wer Ziegen weiden lässt, muss sich auch um Tränken kümmern. Erst recht auf den Trockenrasen warmer Südhänge. Also bitte, was gibt es zu meckern?

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