Meinung: Bestattung mit Bagger

Marcus Voigt
Marcus Vogt

Marcus Vogt

Foto: Sascha Fromm

Über die Auswirkungen der Trockenheit

Gewässer mit niedrigen Pegeln, leidgeplagte Kleingärtner, frustrierte Landwirte: Die langanhaltende Trockenheit in diesem Sommer macht sich vielerorts bemerkbar. Selbst der Weg zur letzten Ruhestätte wird inzwischen erschwert.

So wird vom Tierfriedhof in Hainichen berichtet, dass zu den jüngsten zwei Bestattungen ein Minibagger anrollen musste, um wie vom Veterinäramt gefordert mindestens 80 Zentimeter tief in die Erde graben zu können. Der Grund dafür: Der Boden sei inzwischen so staubtrocken, dass eine ordnungsgemäße Bestattung von Hund, Katze & Co. anders nicht mehr möglich ist. Dabei sei auf dem Tierfriedhof in Hainichen in normalen Zeiten eine saftig grüne Wiese vorzufinden.

Nicht nur trauernde Tierfreunde hoffen, dass es den für die nächsten Tage angekündigten Regen tatsächlich gibt, um die Auswirkungen der Trockenheit zumindest etwas abzumildern. Klar scheint aber auch, dass wir uns in Zeiten der Klimaerwärmung an derartige Phasen werden gewöhnen müssen. Vielleicht wird dann der Minibagger auf dem Friedhof künftig im Sommer zum gewohnten Bild gehören.