Meinung: Bürgertelefon, ach wie schön

Thomas Beier
Thomas Beier, Redaktion Jena.

Thomas Beier, Redaktion Jena.

Foto: Thomas Beier

Platz 49 Jenas in der Digital-Hitparade

In der Hitparade digitaler Großstädte hat Jena acht Plätze gut gemacht und liegt nun auf Rang 34. So hat es der Verband Bitkom mitgeteilt. Bevor die Module im Rathaus vor lauter Freude jetzt völlig verrückt spielen, sei darauf hingewiesen, dass Jena in der Kategorie „Verwaltung“ leider auf Platz 49 abgerutscht ist – bei 81 Städten.

Geht’s vielleicht wieder etwas analoger im Rathaus?

Denn einige Leute blicken nicht mehr durch, wenn sie was von der Stadtverwaltung wollen. Man kann sich nicht nur im Dienstgebäude am Anger tagelang verlaufen, sondern auch auf www.jena.de. Im Prinzip bräuchte es eine Telefonnummer, unter der die Leute einfach anrufen können, wenn ihnen ein kommunales Problem auf den Nägeln brennt, nicht alle können „digital“. Neulich erzählte ein Leser, er habe sich über die Jenaer Corona-Hotline sehr gefreut, weil sich da mal jemand Zeit genommen und zugehört habe. Der Tag wird kommen, wo es die Corona-Hotline nicht mehr braucht. Aber der Vorschlag, die Hotline dann als bürgeroffenes Sorgentelefon fortzusetzen, ist nicht die schlechteste Idee. Wichtig dabei: Neben besonders verständnisvollen Verwaltungsmitarbeitern, und davon gibt es einige, sollten auch Führungskräfte regelmäßig ‘ne Schicht übernehmen.