Mildaer Grundschüler besuchen Polizeistation in Kahla

Marcus Voigt
| Lesedauer: 2 Minuten
Der Kahlaer Polizeihauptmeister Steffen Brandt zeigt Leonie und Bruno aus der zweiten Klasse der Mildaer Grundschule "Kleine Europäer" seinen Streifenwagen.

Der Kahlaer Polizeihauptmeister Steffen Brandt zeigt Leonie und Bruno aus der zweiten Klasse der Mildaer Grundschule "Kleine Europäer" seinen Streifenwagen.

Foto: Marcus Voigt

Kahla/Milda.  Kahlaer Polizisten haben Grundschülern aus Milda einen Einblick in ihren Berufsalltag gegeben.

Neugierige Fragen, ausgiebiges Testen der Ausrüstung und spielerisches Ausprobieren der Einsatzwagen: Die Mädchen und Jungen der zweiten und dritten Klasse der Mildaer Grundschule „Kleine Europäer“ haben am Mittwoch der Polizeistation Kahla einen Besuch abgestattet. Dabei zeigte sich, dass der Polizeiberuf bei den Kindern weiterhin für Faszination sorgt.

„Im Heimat- und Sachkundeunterricht gehen wir gerade verschiedene Berufe durch. Wir haben schon die Feuerwehr in Bucha besucht und ein Krankenwagen war bei uns zu Gast. Zudem lernen die Kinder im Unterricht, wie sie einen Notruf richtig absetzen und dass sie dabei die fünf W-Fragen beachten müssen. Auch wie man erste Hilfe leistet wird ihnen vermittelt“, sagte Lehrerin Sina Zerbst.

Nicht nur als Drohkulisse wahrnehmen

Besonderen Respekt habe bei den Kindern das Anschauen der Kahlaer Gewahrsamszelle ausgelöst. „Bei uns an der Schule war Geld verschwunden. Als wir erzählt haben, dass wir bei der Polizei auch Fingerabdrücke nehmen lassen können, um den Dieb zu überführen, waren das Geld plötzlich wieder da“, so Zerbst.

Für Gerd Kaczmarek von der Polizeistation war es indes wichtig, dass die Kinder die Polizei nicht nur als Drohkulisse wahrnehmen. „Sie sollen lernen, dass wir normale Menschen sind, die bloß eine Uniform anhaben. Wir sind da, um Hilfe zu leisten und Gefahrensituationen zu beenden“, sagte Kaczmarek.

Generell sei es wichtig, solche Kennenlerntage wie am Mittwoch wieder aufleben zu lassen. „Das Ganze war zuletzt etwas eingeschlafen, dabei ist es die einfachste Form der Nachwuchsgewinnung“, so Kaczmarek.

Streifenwagen vorgestellt

Dass in der Region neue Polizistinnen und Polizisten händeringend gesucht werden, bestätigte auch Polizeihauptmeister Steffen Brandt. Er schien am Mittwoch seinen Anteil für die Nachwuchswerbung geleistet zu haben, stellte er doch die Streifenwagen vor. Die Kinder durften in diesen alles begutachten und auch die Funkanlage ausprobieren.

„Es ist erstaunlich, wie viele Kenntnisse die Kinder schon haben und welche präzisen Fragen sie stellen. Gleichzeitig kann ich manches aufklären, was im Fernsehen, insbesondere bei Krimis, falsch dargestellt wird“, sagte Brandt.