Montagsdemo in Camburg: für Sanktionen, Solidarität und Energiewende

Franz Hempel
Zur Kundgebung vom Aktionskreis Demokratie am Montagabend in Camburg kamen insgesamt 40 Menschen.

Zur Kundgebung vom Aktionskreis Demokratie am Montagabend in Camburg kamen insgesamt 40 Menschen.

Foto: Franz Hempel

Camburg.  Die Kundgebung vom Aktionskreis Demokratie des Saale-Holzland-Kreises Montagabend in Camburg sprach sich für statt gegen etwas aus.

Für statt gegen etwas zeigte sich das „Aktionsbündnis Demokratie“ nach eigener Aussage am Montag, 21. November, ab 18 Uhr auf dem Schießplatz in Camburg beim Rewe. 40 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Gespräche zwischen den Anwesenden entwickelten sich um eine Feuerschale in der Mitte herum.

Der Anfang dieses Jahres im Saale-Holzland-Kreis gegründete „Aktionskreis Demokratie“ werde Vereinen, Initiativen und Privatpersonen unterstützt. Aus der Idee, einen gesellschaftlichen Konsens abzubilden, habe sich der Aktionskreis auf drei Forderungen verständigt. Er stehe für Sanktionen gegen Putin und seinen „Machtapparat“, für Solidarität mit „Corona-gefährdeten Risikogruppen“ und für die Energiewende und Abkehr von fossiler Energieerzeugung.

Kinoabend und Diskussionsrunde geplant

„Wir wollen den Aktionskreis vorstellen, ins Gespräch kommen und ein Angebot schaffen, das ohne Wut auskommt“, sagte der Anmelder der Kundgebung Knut Meenzen gegenüber dieser Zeitung. Im Aktionskreis sei die Entscheidung bewusst gegen Hermsdorf oder Kahla als Ort der ersten Kundgebung gefallen. „Wir wollen keine ,Montagsgegendemo´ sein“, sagte er.

Das Bündnis wolle demokratiefördernde Angebote schaffen. Ein Kinoabend mit Diskussionsrunde werde gerade für den April des kommenden Jahres in Eisenberg geplant. Das Bündnis will parteienübergreifend und zivilgesellschaftlich organisiert sein. Beschlüsse würden bei monatlichen Treffen von allen Anwesenden getroffen.

„Wollen niemanden ausschließen“

Meenzen forderte die Teilnehmenden dazu auf, Passanten anzusprechen. „Wir wollen niemanden ausschließen, sondern Gesprächsangebote machen“, sagte er. Mehrere Teilnehmer hatten sich warme Getränke in Thermosbechern und -flaschen mitgebracht. Eine Person brachte eine Flagge mit, auf der stand „Antifaschistisch, initiativ, solidarisch“.

Laut Polizeiangaben verlief die Kundgebung ohne irgendwelche Vorkommnisse. Obwohl eine Gruppe von zehn Montagsspaziergängern, die wohl jede Woche ohne Transparente oder Versammlungsanmeldung, durch Camburg liefen – auch über den Rewe-Parkplatz.