Nach 31 Jahren an diesem Standort: Sconto-Möbelmarkt in Rothenstein schließt

Marcus Voigt
| Lesedauer: 3 Minuten
Der Sconto-Markt zieht von Rothenstein nach Jena. Juston Buße wird neuer Hausleiter, Karina Sommer bleibt stellvertretende Hausleiterin.

Der Sconto-Markt zieht von Rothenstein nach Jena. Juston Buße wird neuer Hausleiter, Karina Sommer bleibt stellvertretende Hausleiterin.

Foto: Marcus Voigt

Rothenstein/Jena.  Der Sconto-Möbelmarkt in Rothenstein wird geschlossen. Wie es nun weitergeht mit dem Möbelhandel in der Region Jena.

Der Sconto-Möbelmarkt in Rothenstein wird Ende Juli geschlossen. Allerdings verabschiedet sich das Unternehmen damit nicht aus der Region. Denn ab Anfang August soll ein neuer Sconto-Markt in Jena öffnen.

Konkret geht es am ehemaligen Möbel-Kraft-Standort in der Stadtrodaer Straße weiter, wie Recherchen unserer Zeitung ergeben haben. Hauptgrund für den Standort-Wechsel ist die dortige bessere Verkehrsanbindung, sagt Bernd Schacht, der den Umzug managt. Einerseits verfüge der neue Standort in der Stadtrodaer Straße durch seine Lage an der Autobahnabfahrt sowie die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn über einen guten Anschluss, während man in Rothenstein durch die anstehende Freigabe der B88-Umfahrung mit weniger Spontankunden rechne. In Jena wolle man Studierende und ältere Menschen als neue und zusätzliche Kunden gewinnen.

Aus nach 31 Jahren

Der Räumungsverkauf in Rothenstein laufe seit einer Woche. „Ende Juli muss die Hütte leer sein“, so Schacht. Die Mitarbeitenden würden diese Aufgabe mit einer Mischung aus Wehmut und Vorfreude angehen. „Den Standort in Rothenstein gibt es seit 31 Jahren, es sind noch ein paar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da, die praktisch von Anfang an dabei waren und das hier eigenhändig mit aufgebaut haben“, sagt die stellvertretende Hausleiterin Karina Sommer, die selbst laut eigener Aussage „schon einen Inventurstempel hat“.

Gleichzeitig sei sie „frohen Mutes“ für den Neubeginn. Sie hofft nun, dass die Stammkunden, die aus der Region um Rothenstein und Kahla, Pößneck sowie dem Raum Saalfeld-Rudolstadt kämen, auch den Weg ins wenige Kilometer entfernte Jena finden. „Die Menschen sind überrascht, dass wir schließen. Die meisten sagen aber, dass sie uns auch in Jena besuchen werden“, so Sommer.

Die Verkaufsfläche in Jena soll der in Rothenstein entsprechen. Eines der beiden ehemaligen Möbel-Kraft-Gebäude soll als Einrichtungshaus genutzt werden, das andere als Mitnahmelager. „Das ist ja die Stärke von Sconto: Kaufen und gleich mitnehmen“, sagt Bernd Schacht. Der Jenaer Standort solle sich so „sauber und ordentlich“ wie der in Rothenstein präsentieren. Derzeit werde in der Stadtrodaer Straße gestrichen und ein neuer Fußboden verlegt.

Festhalten an Höffner-Plänen

Die etwa 30 Mitarbeitenden und drei Auszubildenden werden den Weg von Rothenstein nach Jena mitgehen, heißt es. „Wir bauen keine Stellen ab, ganz im Gegenteil: In diesem Jahr haben wir bereits neun neue Mitarbeiter eingestellt“, sagt Schacht. Weitere für den Möbelverkauf, die Küchenabteilung und den Kundendienst würden gesucht.

Die Sconto-Ansiedlung in der Stadtrodaer Straße bedeutet indes nicht das Aus für die Pläne, dort ein Höffner-Einrichtungshaus zu errichten, sagt Edda Metz, Geschäftsführerin der Krieger Projektentwicklung GmbH, auf Anfrage dieser Zeitung. „Wir sind weiter in der Planung. Sconto und Höffner nebeneinander, dass wird woanders bereits praktiziert“, so Metz. Zur Krieger-Gruppe gehören die Möbel-Ketten Höffner, Sconto und Möbel-Kraft. Auch der alte und neue Sconto-Standort befinden sich im Eigentum der Gruppe.