Windhose möglich: Nach Sturmschäden Waldwege oberhalb von Jena-Nord wieder frei

Jena.  Möglicherweise gab es einem Waldstück bei Jena eine Windhose - in jedem Fall handelte es sich aber um einen sehr begrenzter starken Sturm

Sturmschäden im Wald oberhalb der Eule.

Sturmschäden im Wald oberhalb der Eule.

Foto: Tino Zippel

Der Wald-Zugang zum Nordfriedhof und der Wanderweg zum Landgrafen sind wieder passierbar. Bei einem starken Sturm waren entlang der Wege Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Dabei hat es sich um einen ungewöhnlichen Sturm gehandelt.

Wie die Redaktion aus der Stadtforstverwaltung erfuhr, traten die Sturmschäden lokal nur sehr begrenzt auf. Es soll sich um einen etwa 50 mal 70 Meter großen Bereich gehandelt haben, wo eine regelrechte Schneise entstand. Auch in einigen Gärten „An der Eule“ gab es demnach Schäden. Unter Spaziergängern hatte die Nachricht von der „Windhose“ schnell die Runde gemacht. Tatsächlich waren am genannten Wochenende einige Tornado-Verdachtsfälle über Thüringen beobachtet worden.

Forstleute setzten in dem Gebiet die Säge an, um Baumstämme, die nun quer über den Wegen hingen, zu fällen. Für Spaziergänger besteht somit keine Gefahr mehr. Zugleich weisen die Forstleute darauf hin, dass Waldspaziergänge bei Sturm gefährlich sind. Auch bei schönem Wetter sei immer auch auf den Weg zu achten. Im Wald gelten nicht die strengen Maßstäbe bei der Verkehrssicherungspflicht, wie sie zum Beispiel in öffentlichen Parks bestehen. Dazu kommt, dass es vielen Bäumen derzeit nicht gut geht, so dass der Sturm eine gute Angriffsfläche findet. Hauptauslöser für Baumschäden ist die Trockenheit.

Im Juni registrierte die Klimastation an der Ernst-Abbe-Hochschule zwar bereits mehr als 50 Millimeter Niederschlag. Doch Forstleute sagen, dass dies noch zu wenig Wasser war, um tief liegende Wurzeln zu erreichen.