Nach Umzug aus Rothenstein: Möbelhaus Sconto feiert Neueröffnung in Jena

Franz Hempel
| Lesedauer: 4 Minuten
Hausleiter Juston Buße sitzt zur Neueröffnung des Möbelhauses Sconto in Jena auf der XXL-Couch.

Hausleiter Juston Buße sitzt zur Neueröffnung des Möbelhauses Sconto in Jena auf der XXL-Couch.

Foto: Franz Hempel

Jena.  Das Möbelhaus Sconto hat nach seinem Umzug aus Rothenstein Neueröffnung in Jena gefeiert. So lief der erste Tag.

Die neue Sconto Filliale an der Stadtrodaer Straße wurde am Donnerstag im Gewerbegebiet Lobeda Süd eröffnet. Vor dem Eingang stehen ein Glücksrad und eine riesige Couch. Popmusik wird durch die Moderation von Tommy Kaiser unterbrochen. Heute ist er „zum Spaßmachen“ hier. Ansonsten arbeitet er bei Sconto in Seelingstädt bei Greiz. Zusätzlich zu einem Bratwurststand und einem Asia-Imbiss verkauft Köstritzer bis zum Samstag hier Bier. Auch die Riesencouch und das Glücksrad mit Preisen wie Tassen und Brotbüchsen werden noch bis Samstag aufgebaut bleiben.

In der zweiten Etage, wo es neben Betten auch Wohnzimmermöbel gibt, sitzen Gisela Strauß und ihre Nachbarin auf einer Couch und planen, wie diese zusammen mit dem Tischchen bei ihnen zuhause reinpassen würde. Sie ist auf der Suche nach einer günstigen Sitzecke. Andere sind nur hier, um zu gucken. So auch das Ehepaar Hermann: „Wie suchen nichts bestimmtes.“

Bezahlen und direkt mitnehmen

„Der Preis hier bei Sconto ist gut“, sagt Strauß. Noch wichtiger sei ihr aber, dass die Möbel direkt im Lager am Standort in Jena vorhanden sind und man nicht lange auf die Lieferung warten müsste. Am Gebäude, in dem das Warenlager untergebracht ist, sind noch letzte Fassadenarbeiten im Gange. Ein Mann tunkt seine Farbrolle in einen Eimer und malt die weißen Wände grau. Karina Sommer ist die stellvertretende Hausleiterin und ist viel unterwegs im Möbelhaus, um zu schauen, wie sie den Stammkunden helfen könne. Sie weiß: „Eigentlich sollte zur Eröffnung schon alles fertig sein.“ Der Fokus sei aber auf die Verkaufsräume gelegt wurden. Und die sind gut gefüllt, viele Menschen laufen in kleinen Gruppen durchs Möbelhaus. Manche bleiben stehen, um die Maserungen von Tischen und die glatten Oberflächen der Stühle händisch zu prüfen. Ein Grund für die vielen Besucher könnten auch die hohen Außentemperaturen sein, sagt Anika Sell, Leiterin für Werbung der Sconto-Zentralverwaltung: „Bei 36 Grad kann man sich hier drin gut abkühlen.“

Konkurrenz bei Jenaer Möbelhäusern

Am selben Parkplatz befindet sich auch ein anderes Möbelgeschäft – Jysk. Sconto Hausleiter Juston Buße sagt dazu: „Konkurrenz belebt auch das Geschäft.“ Buße war auch schon am alten Standort in Rothenstein kommissarischer Leiter. Obwohl der neue Standort genauso groß ist, sei er aber lukrativer. Als Gründe zählt Anika Sell zwei auf. Durch die Nähe zur Studierendenstadt Jena hoffe man darauf, mehr Erstkundinnen und -kunden gewinnen zu können. So genannte Erstausstatter bräuchten alles neu, vom Bett, über den Schreibtisch bis zur Pfanne. Da kommt schon einiges zusammen. „Für etwas ältere Leute bieten wir Komforthöhen an“, sagt Karina Sommer und demonstriert, wie leicht es ist, auf einem höheren Bett sitzend aufzustehen.

Gute Lage an Jenaer Autobahn

Auch die Nähe zur Autobahn bringt Vorteile. Ein junges Paar auf der Suche nach einer schwarzen Kommode ist nur deswegen da. „Ich habe die Luftballons heute Morgen von der Autobahn aus gesehen“, sagt ein Mann.

Neben Luftballons, Radiospots, Werbung in Zeitungen und beleuchteten Plakaten habe man auf E-Mails und Briefe an die Stammkundschaft gesetzt. Das kam gut an. Gisela Strauß erzählt, dass sie wegen des Schreibens in ihrem Briefkasten hergekommen sei. Auch in Rothenstein sei sie regelmäßig bei Sconto gewesen. 31 Jahre lang war das Möbelhaus dort ansässig. Ob es jetzt auch 31 Jahre in Jena werden, kann Annika Sell nicht absehen: „Wir wollen für länger hierbleiben.“

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