Natur aufs Handy: Jenas Wanderwege virtuell bereichert

Jena.  Thematisch gestaltet und virtuell bereichert werden die Jenaer Wege zum Fuchsturm, zu den Schlachtfeldern 1806 und der Lehrpfad „Schlauer Ux“.

Den Schlauen Ux soll man sich bald am gleichnamigen Lehrpfad auf dem Jenaer Forst virtuell auf dem Smartphone aufrufen können. 

Den Schlauen Ux soll man sich bald am gleichnamigen Lehrpfad auf dem Jenaer Forst virtuell auf dem Smartphone aufrufen können. 

Foto: Foto: Michael Groß

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Der Saurierpfad zum Jenzig scheint zu beweisen: Wenn ein Wanderweg attraktiv und modern gestaltet wird, dann zieht er viele Besucher an, vor allem auch jüngere. „Gerade Kinder und Jugendliche sind begeistert, wenn sie mit dem Smartphone tolle Bilder vor Ort abrufen können,“ sagt Jenas Stadtförster Olaf Schubert. Um so mehr freute er sich nun, dass Jenas Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) Fördermittel von 536.800 Euro für die Gestaltung weiterer drei Erlebnis-Wanderwege vom Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erhalten hat.

Konkret geht es um den schon bekannten Erlebnis-Lehrpfad „Schlauer Ux“ auf dem Forst, um den Weg von Ziegenhain zum Fuchsturm und um einen Napoleon-Wanderweg zu den Schlachtfeldern von 1806. Diese Wege sollen zeitgemäß aufgewertet werden. Das heißt, Wanderer sollen sich die schöne Umgebung ebenso erschließen wie Hintergrundwissen zu den Landschaften und zur Geschichte, die sich hier abspielte.

Und das werden nicht nur Informationstafeln, Bilder und Modelle leisten, sondern auch der an den einzelnen Stationen angebrachte QR-Code, über den sich Smartphone-Besitzer virtuelle Infos und fantastische Bilder auf das Display holen können.

Beispiel Fuchsturm: Hier hat eine Arbeitsgruppe der Fuchsturm-Gesellschaft einen „Ritter- und Burgenweg“ konzipiert. Er knüpft an die bewegte Geschichte der einstigen vier Hausberg-Burgen an, von denen nur ein Bergfried, der heutige Fuchsturm, erhalten geblieben ist.

Am Beginn des Weges soll Otto I., Burggraf von Kirchberg, der einst dort herrschte, die Besucher in seiner Ritter-Rüstung gewissermaßen an die Hand nehmen und bis zum Fuchsturm führen. Dabei erfahren die Wanderer, was jener Ritter damals getrieben hat und warum und wie die Burgen 1304 gestürmt und zerstört wurden. Aber auch die Besonderheiten jener Landschaft und Interessantes zur Fuchsturm-Gesellschaft sollen analog wie auch digital zu erfahren sein.

Beim „Schlauen Ux“ geht es um eine Modernisierung des Erlebnispfades mit virtuellen Bereicherungen. Dafür stellte die Jenaer Rooom AG schon mal einige Kostproben mit dem pfiffigen Füchslein vor, das über den QR Code höchst lebendig werden kann. Außerdem soll dieser Pfad verlängert werden bis zu den Busstationen Langetal und Mädertal. Überhaupt, so der Stadtförster, wolle man versuchen, die Übergänge zum Nahverkehr günstig zu gestalten.

Die drei Wege sollen nun innerhalb von zwei Jahren neu gestaltet werden. Denn die Fördermittel müssen bis dahin ausgegeben werden.

Mit dem kleinen Fuchs Ux vom Leben im Wald lernen

Wandern zwischen Forst und Fuchsturm

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