FC Carl Zeiss Jena setzt im Abstiegskampf auf Rico Schmitt

Jena  Die Trainersuche des FC Carl Zeiss Jena ist auf der Zielgeraden angekommen.

Jenaer Fans in der Südkurve.

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Foto: Tino Zippel

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Der FC Carl Zeiss Jena hat seinen neuen Trainer gefunden. Am Dienstagvormittag um 10 Uhr lädt der Drittligist zur Pressekonferenz ein, um den neuen Coach vorzustellen. Am Ende machte ein früherer Trainer von Erzgebirge Aue das Rennen.

„Wir äußern uns nicht zum Verhandlungsstand und arbeiten an einer für uns optimalen Lösung“, sagte Geschäftsführer Chris Förster am Montag. „Wir sind in den vergangenen drei Jahren gut damit gefahren, gemeinschaftlich Entscheidungen zu treffen.“ Deshalb waren in die finale Auswahl beide Gesellschafter der Spielbetriebsgesellschaft, also sowohl das Präsidium inklusive Aufsichtsrat als auch Investor Roland Duchatelet einbezogen.

Vorab wollten sich die Verantwortlichen nicht in die Karten schauen lassen, welcher Bewerber letztlich überzeugt hat. Zu sehr hatten die vergangenen Tage Nerven gekostet. Nach der Beurlaubung von Lukas Kwasniok standen drei Trainer im Fokus. Timo Rost, Andreas Golombek und Karsten Neitzel. Rost hatte sich als Favorit herauskristallisiert. Es gibt aber Indizien dafür, dass er vor allem an seinem Marktwert arbeitete. Letztlich verschob sich die Zusage von Tag zu Tag, bis unterm Strich die Absage am Samstagabend stand.

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Weil sich dies schon angedeutet hatte, sondierte die Klub­führung parallel dazu weitere Kandidaten. Neitzel berichtete dem „Reviersport“, dass er nach Rosts Absage für eine halbe Stunde Trainer des FC Carl Zeiss Jena gewesen sei. Kommentieren mag die internen Gespräche niemand beim FCC. Eine direkte Zusage soll es nicht gegeben haben, nur ein Telefonat mit einem Berater. Tatsächlich folgte kurz darauf die Ausladung, weil andere Gremien­mitglieder abwinkten.

Am Montag nun flogen die Trainerfinder aus, um sich mit Kandidaten zu treffen. Nach Informationen unserer Zeitung fiel die Wahl auf einen Bewerber, der viele Jahre sehr erfolgreich bei Erzgebirge Aue gearbeitet hatte. Dort begann er an der Seite von Teamchef Heiko Weber als Lizenzinhaber, später selbst als Chefcoach: Rico Schmitt führte Aue in die zweite Bundesliga. An seiner nächsten Station, bei den Offenbacher Kickers, sammelte er Erfahrungen in der Regionalliga, bevor er von 2016 bis 2018 den Halleschen FC trainierte. Unglücklich verlief die Trainerstation in der vergangenen Saison. Schmitt gelang es nicht, beim Tabellen­letzten der dritten Liga, dem VfR Aalen, das Ruder herumzureißen. Auf 31 Punkte kamen die Baden-Württemberger unterm Strich. Zu wenig, so dass sich der Verein von Schmitt nach dem Abstieg verabschiedet hat.

Wird Rico Schmitt nun der neue Hoffnungsträger beim FC Carl Zeiss Jena? Neben dem gebürtigen Karl-Marx-Städter soll mit René Klingbeil ein neuer Co-Trainer mit ins Jenaer Paradies kommen, um einen kompletten Neu­anfang zu vollziehen.

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