Neues Parkleitsystem für Jena im ersten Halbjahr

Jena.  In Jena wird ein Parkleitsystem installiert. Die Stadtverwaltung ist bemüht, so Druck vom Kessel zu nehmen.

Verschwunden ist das Gebäude Inselplatz 9a. Das Parken auf dem Karree ist bis zum 31. Januar noch möglich. Danach  wird es eine Übergangszeit von maximal zwei Wochen geben, in denen das Auto in Teilbereichen noch abgestellt werden kann. Erst dann wird die Baustelle eingerichtet. Der Spatenstich für das Projekt soll im März erfolgen.

Verschwunden ist das Gebäude Inselplatz 9a. Das Parken auf dem Karree ist bis zum 31. Januar noch möglich. Danach  wird es eine Übergangszeit von maximal zwei Wochen geben, in denen das Auto in Teilbereichen noch abgestellt werden kann. Erst dann wird die Baustelle eingerichtet. Der Spatenstich für das Projekt soll im März erfolgen.

Foto: Foto: Thorsten Büker

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Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) nannte als Maßnahmen für ein Parkleitsystem in Jena die Veröffentlichung einer App, neue Technik für die Tiefgaragen und Parkhäuser sowie dynamische Parkwegweiser, die darüber informieren, wie viele freie Parkplätze es zum Beispiel noch in der Neuen Mitte gibt. Die Stadt reagiert damit unter anderem auch auf den Wegfall des Inselplatzes als öffentlichen Parkplatz.

Parkleitsystem kostet 800.000 Euro

Nach einer im vergangenen Jahr erstellten Studie wird es laut Gerlitz auch nach dem Wegfall von Eichplatz und Inselplatz nur wenige Tage im Jahr geben, an dem der bewirtschaftete Parkraum im Zentrum zu 100 Prozent ausgelastet ist. Doch auch bei einer Quote von 90 Prozent empfinde der Autofahrer die Suche als extrem unangenehm. Gerade auswärtige Besucher könnten sehr schnell von einem Besuch Jenas abgeschreckt werden. Das dynamische Parkleitsystem soll das verhindern. Es wird Autofahrer zu einem freien Parkplatz lotsen. Die Kosten belaufen sich auf 800.000 Euro.

Das Konzept sieht vor, dass der Autofahrer bereits auf den Hauptverkehrsstraßen mit sogenannten statischen Vorwegweisern informiert und auf den Parkring geleitet wird: Fürstengraben, Eisenbahndamm, Knebelstraße, Ernst-Haeckel-Straße, Schillerstraße und Leutragraben bilden diesen Ring, wobei an Knotenpunkten dynamische Parkwegweiser stehen: Sie informieren, wie viele freie Parkplätze es noch gibt.

Spatenstich für Campus im März

Das Parken auf dem Inselplatz ist bis zum 31. Januar möglich. Danach werde es eine Übergangszeit von maximal zwei Wochen geben, in denen das Auto in Teilbereichen noch abgestellt werden könne, sagt Gerlitz. Erst dann werde die Baustelle eingerichtet. Auf mehr als 200 Millionen beziffern sich die Kosten für den neuen Campus: für Rechenzentrum, Psychologie-Hochhaus sowie ein von der Stadt zu bauendes Parkhaus. Der Spatenstich für das Projekt soll im März erfolgen.

600 Plätze in ehemaliger Schillerpassage

Die Stadtverwaltung ist zumindest bemüht, Druck vom Kessel zu nehmen – auch wenn sich die Option, Parkhaus-Standorte an der Seidelstraße und am Anger 26 als Ersatzvarianten zu errichten, auch aus Gründen des Denkmalschutzes zerschlagen hätten. So sagt OB Thomas Nitzsche (FDP) zu, dass der Eichplatz als Parkplatz erst dann wegfalle, wenn das Parkhaus auf dem Inselplatz steht. Es soll 2022 fertiggestellt sein.

Zudem erinnerte Gerlitz daran, dass die leerstehende Schillerpassage als Wiesencenter noch in diesem Jahr revitalisiert werden solle und dort nach einem Umbau immerhin 600 Parkplätze zur Verfügung stehen würden. Die Stadt werde bald mit dem Eigentümer die Öffentlichkeit über die Pläne informieren.

Nitzsche und Gerlitz betonten, dass erst der Umzug der Insulaner in den „Carl August“ und der Abriss der Insel 9a den Weg für das Millionen-Projekt freigemacht hätten. Vor allem die Zusammenarbeit mit der LEG sowie der Landrätin des Weimarer Landes und der Gemeinde Großschwabhausen sei erfolgreich gewesen. Die frühere Ausflugsgaststätte stehe auf einer Grenzgemarkung von Großschwabhausen. Eine sogenannte Umflurung ist beantragt. Auch einen Flächentausch werde es geben.

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