Ordentlich feiern mit Löschangriff in Jena-Isserstedt

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Jungs der Isserstedter Jugendfeuerwehr bei der Vorbereitung des Löschangriffs am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Im Hintergrund, Mitte: Yvonne Beck, Leiterin der Jugendfeuerwehr.

Jungs der Isserstedter Jugendfeuerwehr bei der Vorbereitung des Löschangriffs am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Im Hintergrund, Mitte: Yvonne Beck, Leiterin der Jugendfeuerwehr.

Foto: Thomas Stridde

Jena/Isserstedt.  Jugendwehr Jena-Isserstedt hat am Feiertag auf Wettstreit gesetzt

Abhängen, entspannen, mal nichts tun am Weltkindertag? Das kam für die Jugendfeuerwehr Isserstedt nicht in die Tüte. Die Isserstedter hatten sich drei Jugendfeuerwehren aus Apolda, Jena-Mitte und Winzerla eingeladen, um am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr vorm Gerätehaus gemeinsam zu feiern – zum Beispiel mit einem Wettstreit im Löschangriff.

Yvonne Beck ist eine von drei Frauen im 20-köpfigen Team der Freiwilligen Feuerwehr Isserstedt. Zusätzlich füllt sie das Amt des Jugendwarts aus. Alle 14 Tage habe sie die neun Jungs und das eine Mädchen der Jugendfeuerwehr – Altersspanne 8 bis 16 – zur Ausbildung unter ihren Fittichen. „Viele Wochen haben wir zuletzt den Löschangriff geübt.“ Höhepunkt in jüngerer Vergangenheit sei für die Jugendfeuerwehr der 12-Stunden-Dienst „von 7 bis 7“ gewesen: die gesamte Zeit am und im Gerätehaus; Ausrücken auf einen inszenierten Unfall hin; dann ein Löscheinsatz bei einem inszenierten Feldbrand, wofür die Feuerwehr-Leitstelle der Berufsfeuerwehr sogar richtigen Alarm ausgelöst hatte. Wehrleiter Michael Cyliax sieht die recht gute Nachfrage bei der Jugendfeuerwehr mit Genugtuung. Nachwuchs sei immer gefragt, zumal die Isserstedter wegen der Nähe des Ortsteiles zur B 7 zu Jenas meistbelasteten Freiwilligen Wehren zählen.

Um die 60 Einsätze pro Jahr seien es im Schnitt zuletzt gewesen. „Viele Verkehrsunfälle, relativ wenig Brände“, sagte Cyliax. Wegen der wachsenden Waldbrandgefahr hätten die Isserstedter jetzt ein eigens beschafftes Tanklöschfahrzeug TLF 2000 zur Verfügung.

Und wie steht es um die hinreichende Mannschaftsstärke bei Einsätzen etwa mitten an einem Werktag, wenn viele Kameraden ihrer Arbeit nachgehen? Hier habe sich die Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Lützeroda gut bewährt. „Ein Fahzeug komplett besetzt – das haben wir immer hingekriegt.“