Parteiloser Sandro Deßler ist 9. OB-Bewerber in Jena

Jena  Der Kandidat will den Einfluss der Ortsteile in Jena stärken – heute läuft die Anmeldefrist ab

Sandro Dreßler.

Sandro Dreßler.

Foto: Prager

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Heute endete die Frist, innerhalb der sich Oberbürgermeister-Bewerber für die Wahl am 15. April anmelden können. Kurz vor dem Stichtag wird auch Sandro Dreßler die notwendigen Unterschriften abgeben und damit seine Kandidatur perfekt machen. Der 30-jährige Maschinenbau-Techniker tritt als parteiloser Bewerber an.

„Ich habe mir das schon vor ein paar Monaten überlegt. Ich kandidiere, um ein paar andere Ideen und Themen in den Wahlkampf reinzubringen“, sagte Dreßler gestern der Zeitung. Als Mitarbeiter in der AG „Bürgerhaushalt“ kennt er viele der Themen, die jetzt als Wahlkampfthema auftauchen. Sei es der Neubau einer Sportschwimmhalle oder ein preiswerter und für Jugendliche sogar kostenloser Nahverkehr. Bei der Bürgerhaushaltsumfrage erzielten diese Themen jeweils Bestwerte, verschwanden dann aber in der Versenkung.

Dreßler besitzt bereits ein kommunalpolitisches Amt. Er ist ehrenamtlicher Ortsteilbürgermeister von Jena-Maua und arbeitet darüber hinaus in den Beiräten für Bürgerbeteiligung und für Radverkehr mit.

Die Ortsteilräte, so ist sein Ziel, sollten ein stärkeres Gewicht bekommen in Jena. „Klar können die per Gesetz nicht viel entscheiden, aber zuhören sollte man ihnen schon in der Verwaltung“, sagt er. Die Ortsteilräte wüssten schließlich am besten, wie das Meinungsbild vor Ort sei. Weiteren Optimierungsbedarf sieht er in der Stadtentwicklung, die müsse nachhaltiger werden. Darüber hinaus möchte er das Ehrenamt in Jena besser fördern, was er auch an der Förderung der Freiwilligen Feuerwehren festmacht. Da sei vieles bislang nicht nachvollziehbar.

Dreßler ist in Winzerla großgeworden. Nach dem Abitur war er acht Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr und wartete als Fluggerätemechaniker Kampfjets vom Typ Eurofighter . Er zog nach Maua, wo er heute mit seiner Freundin lebt.

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