Phantom im Doppelpack – Die Maskenmänner des FC Carl Zeiss Jena

Jena  Warum gleich zwei Fußballer des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena derzeit mit einer Maske auflaufen.

Dominic Volkmer.

Dominic Volkmer.

Foto: Tino Zippel

„Nein, das habe ich bislang noch nicht erlebt“, antwortet Rico Schmitt, Trainer des FC Carl Zeiss Jena, auf die Frage, ob er schon einmal ein Team betreut hat, in dem zwei Spieler mit Maske auflaufen mussten.

Mit Dominic Volkmer und Justin Schau haben die Jenaer zwei Spieler in ihren Reihen, die derzeit mit einem Gesichtsschutz ins Spiel gehen. Kapitän Volkmer hat schon Routine gesammelt: Gegen die Sportfreunde Lotte hatte er sich im Frühjahr nicht nur das Nasenbein mehrfach gebrochen, sondern auch diverse andere Knochen. Seit April trägt er nun schon die Maske. Seine Erfahrungen mit dem Gesichtsschutz muss hingegen Youngster Justin Schau noch sammeln. „Es ist schon ungewohnt, weil das Blickfeld leicht eingeschränkt ist“, hatte der Mittelfeldspieler nach Abpfiff der Partie gegen die Würzburger Kickers gesagt. Das war Schaus erster Punktspieleinsatz nach der Verletzung in Chemnitz. Dort hatte ihn ein Gegenspieler mit dem Fuß am Kopf getroffen – er zog sich eine Fraktur im Gesicht zu. Allerdings brauchte es keine Operation, weil sich der Bruch kaum verschoben hatte und die Ärzte die konservative Behandlung empfohlen haben.

Schnell kehrte Schau auf den Trainingsplatz zurück. „Beim Kopfball habe ich das Gefühl, mehr Wucht hinter den Ball zu bekommen. Allerdings musste ich mich erst darauf einstellen, dass die Bälle auch in die gewünschte Richtung fliegen“, sagt der 21-Jährige. Ungewohnt sei, dass der Schweiß nicht wie gewohnt abfließe.

Trotz der Auswechslung im Spiel gegen Würzburg lobt Trainer Schmitt das Jenaer Eigen­gewächs als Spieler mit „klaren Augen“. Auf dieser Basis müsse er weiter dranbleiben – vorerst mit Maske. Auch Volkmer muss die Maske weiter tragen und hofft, den Schutz nach dem Winter dauerhaft ablegen zu dürfen.

Die Mannschaft spielt Samstag 14 Uhr gegen den KFC Uerdingen. Weil die eigene Grotenburg-Kampfbahn nicht drittligatauglich ist, findet die Partie in der Arena von Düsseldorf statt.

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