Reinstädter Bach in Kahla erhält neue Brücken

Kahla  Die Hochwasserschäden von 2013 können über Fördermittel beseitigt werden. Die Komplettsanierung in Kahla steht noch aus.

Schadhafte Stellen im Bett des Reinstädter Bachs in Kahla sowie die kleinen Brücken werden saniert. Sie wurden beim Hochwasser 2013 beschädigt.

Schadhafte Stellen im Bett des Reinstädter Bachs in Kahla sowie die kleinen Brücken werden saniert. Sie wurden beim Hochwasser 2013 beschädigt.

Foto: Dörn

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Das Bett des Reinstädter Baches scheint seit Dienstag unter zahnärztlicher Behandlung. Mit Bohrern stemmten Bauarbeiter an der Bachstraße Teile des kariös erscheinenden Mauerwerks heraus, das in den vergangenen Jahren immer mehr abbröckelte. Weniger fehlende Reinigung als vielmehr das Hochwasser vor sechs Jahren haben dem Bachbett zugesetzt. Die gröbsten Schäden sollen nun behoben werden.

Sperrschilder zwischen Bundesstraße 88 und Hermann-Koch-Straße weisen zudem auf Verkehrseinschränkungen ab Montag, 19. August, hin. Anders als mancher erhofft, kommt dabei aber nicht die gesamte Straße in die Kur, über die täglich Autofahrer holpern.

Im Rathaus der Stadt war man am Dienstag kurzzeitig überrascht, dass die Arbeiten am Bachbett vorfristig begonnen haben und rief die beauftragte Firma an. Es habe aber alles seine Richtigkeit, stellte Bauamtsleiterin Beate Krauße auf Nachfrage klar. „Die Brücken werden teilweise erneuert, dafür ist eine Sperrung notwendig“, erklärt sie. Ab kommender Woche werden neue Betonelemente per Kran eingesetzt, was bis zu drei Wochen dauern soll. Mit einer durchgängigen Vollsperrung sei aber nicht zu rechnen, beruhigt Krauße.

Im nächsten Zuge sei der Abschnitt an der Bachstraße zwischen Abzweig Bergstraße hin zur Schulstraße an der Reihe, wo ebenfalls einige Brücken ausgebessert werden, die Fußgänger und teilweise Autofahrer nutzen. Anlieger würden von der Baufirma informiert.

Bezahlt werden kann die Maßnahme über Fördermittel aus dem Topf zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Über weitere Gelder würde sich die Stadt Kahla freuen, steht doch noch der eigentliche Plan, im Zuge des Hochwasserschutzes das gesamte Bachbett zu erweitern und sogleich auch die Bachstraße zu sanieren. Bis es soweit ist, werden aber wahrscheinlich noch einige Monate vergehen.

Aus dem Stegreif ist eine solche finanziell umfangreiche Maßnahme nicht zu stemmen, macht Bürgermeister Jan Schönfeld (parteilos) deutlich. Im Haushalt 2020 sollen zuerst Planungsgelder eingestellt, um schließlich Fördermittelanträge zu stellen. Für die Bachbettsanierung hofft er auf 70- bis 90-prozentige Zuwendungen. Zuvor müsste der neu gewählte Bauausschuss darüber entscheiden.

Bedacht werden müsste zumal, wie der Ausbau der Bundesstraße 88 schlussendlich aussieht, um zu klären, welchen Stellenwert die Bachstraße als Zufahrt zum Reinstädter Grund erhält. Zur Zeit laufen dazu noch die Feinplanungen im Landesamt für Bau und Verkehr im Auftrag des Bundes, ab 2020 kommt das Planfeststellungsverfahren in Gang.

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