San-Marcos-Botschafter übergeben Staffelstab in Jena

Jena  Drei junge Leute aus der nicaraguanischen Partnerstadt begrüßen nach einem Jahr Freiwilligendienst ihre Nachfolger

Jena-Praktikanten aus Nicaragua (von links): Foto:

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Foto: zgt

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Ein großes Willkommensfrühstück war jetzt fällig im Eine-Welt-Haus, Unterm Markt 13. Der Verein ist so etwas wie das Jenaer Scharnier für die Pflege der Städtepartnerschaft mit dem nicaraguanischen San Marcos.

Und so wurden mit Yaoscar Sanchez, Italo Hernandez und Luis Lopez junge Leute aus San Marcos zu ihrem einjährigen Freiwilligendienst in Jena begrüßt. Sie übernehmen den Staffelstab von ihren Landsleuten Rosamalia Dávila, Oscar Largaespada und Lisseth Molina, die noch bis November in Jena weilen und dank ihrer einjährigen Erfahrung den Neuen beim Einleben in Jena helfen.

Finanziert wird der Aufenthalt zu 75 Prozent mit dem von der Bundesregierung aufgelegten Programm „Weltwärts“ und überdies von der Stadt und privaten Spendern, berichtete Vereinskoordinatorin Teresa Sequeira Popp. Nicht zu vergessen: Allein seit 2008 haben auch 40 junge Jenaer in San Marcos Freiwilligen dienst geleistet.

Die sechs Lateinamerikaner eint die Idee, vor Abschluss eines fortgeschrittenen Hochschulstudiums – die Spanne reicht von Psychologie bis Tourismus – noch ein Jahr lang Weltenluft zu schnuppern. In Jena hatten Lisseth, Rosamalia und Oscar zu tun mit der „Pflegearbeit“ für Schulpartnerschaften in der IGS, der Lobdeburg- und der Jenaplanschule. Erfahrungen sammelten sie zudem im Montessori-Kindergarten und im Offenen Kanal Jena. Wie Teresa Sequeira Popp berichtete, sind für den neuen „Weltwärts“-Jahrgang in Jena neue Kooperationspartner gefunden worden – die Jugendzentren Polaris und Treffpunkt wie auch die Euro-Werkstatt. Die drei Neulinge absolvieren erst einmal einen Deutsch-Intensivkursus. Lehramtsstudent Frederik Suhr nimmt sie dafür unter seine Fittiche; er sieht einen Vorteil gegenüber dem Unterricht mit den sonst größeren Gruppen, die „Deutsch als Fremdsprache“ lernen. „Mit den Dreien kann ich viel kreativer sein.“

Ein schöner Moment war das Willkommensfrühstück auch für Marika Steinmann. Die Jenaerin nimmt am Patenprogramm teil, mit dem Bürger unserer Stadt bislang für 160 Mädchen und Jungen in San Marcos die Schulausbildung bezahlt haben. Und nun das: Ihr „Patenkind“ Luis Lopez gehört zu den drei neuen „Weltwärts“-Praktikanten.

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