Schlechte Stimmung nach Fehlstart: FC Carl Zeiss Jena sucht Weg aus der Krise

Jena  Chefcoach Lukas Kwasniok sprach von einem „Klassenunterschied“, sein Co-Trainer Lucca Strolz zeigte die Scheibenwischer-Geste in Richtung Haupttribüne. Für bessere Stimmung bei Drittligist Jena müssen Erfolge her - am besten schon am Sonntag beim FSV Zwickau.

Nach dem 0:2 gegen den Tabellenführer Eintracht Braunschweig machte sich im Lager von Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena Ernüchterung breit.

Nach dem 0:2 gegen den Tabellenführer Eintracht Braunschweig machte sich im Lager von Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena Ernüchterung breit.

Foto: Sascha Fromm

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Nach dem 0:2 gegen den Tabellenführer Eintracht Braunschweig machte sich im Lager von Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena Ernüchterung breit. Es war die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel. Trainer Lukas Kwasniok ging nach dem schwachen Auftritt mit seiner Mannschaft hart ins Gericht, „Das Spiel war so klar, dass man einen Klassenunterschied gesehen hat. Wir haben 0:2 verloren und das war noch das Beste daran“, sagte der Coach der Thüringer: „Das war unter dem Strich das schlechteste Spiel, seitdem ich hier Trainer bin. Wir müssen uns jetzt schütteln und punkten.“

Schlechte Stimmung nach Fehlstart: FC Carl Zeiss Jena sucht Weg aus der Krise

Um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen, bleibt dem 38 Jahre alten Fußball-Lehrer nur wenig Zeit. Schon am Sonntag ist der FCC im Ost-Duell beim FSV Zwickau gefordert. Die Sachsen sind deutlich besser in die Saison gestartet und gelten als Favorit. In den 90 Minuten gegen Braunschweig sah Kwasniok genug, was ausbaufähig war: „Wir haben den Ball zirkulieren lassen, nur nicht in den Räumen, wo ich es wollte. Stattdessen sind wir in einen Konter nach dem anderen gelaufen.“ Es sei nun seine Aufgabe, „die Jungs aufzupäppeln und dafür zu sorgen, dass wir am Sonntag gegen Zwickau anders dastehen“.

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Auch Kapitän René Eckardt ärgerte sich über die mangelhafte Umsetzung der gesteckten Ziele. „Wir liefern noch nicht das, was wir vorhaben. Vor allem gegen Braunschweig war das zu wenig. Wir haben zu viele Fehler gemacht, das kann man sich gegen keinen Gegner der dritten Liga erlauben“, sagte Eckardt. „Gegen Zwickau müssen wir zusehen, dass wir das, was wir unter der Woche ansprechen, auch umsetzen. Das gelingt uns bislang nicht.“

Co-Trainer Lucca Strolz entschuldigt sich für Scheibenwischer

Wie angespannt das Nervenkostüm bei den Jenaern bereits in der frühen Saisonphase ist, wurde gegen Braunschweig in der 33. Minute sichtbar. Co-Trainer Lucca Strolz zeigte die Scheibenwischer-Geste in Richtung der Haupttribüne. Von dort war es von einigen Zuschauern zu Unmutsäußerungen gegenüber Stürmer Daniele Gabriele gekommen. „Ich bin emotional bei der Sache und hatte mich über die Reaktionen einiger Zuschauer in Richtung Daniele Gabriele geärgert, die einem Spieler in einer solchen Situation einfach nicht helfen“, entschuldigte sich Strolz am Mittwoch auf der Vereinshomepage. „Ich hatte mit ihm mitgelitten und wollte ihn einfach schützen. Dabei habe ich mich aber in der Wahl der Mittel eindeutig vergriffen. Das war ein Fehler.“

Zum sportlichen Misserfolg kommt bei den Jenaern auch noch das Verletzungspech hinzu. Jannis Kübler wird den Ostthüringern in den kommenden drei bis vier Wochen fehlen. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler zog sich im Braunschweig-Spiel eine Verletzung im rechten Knie zu. Die Diagnose am Mittwoch ergab eine Überdehnung des Innenbandes.

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