Smarte Quartiere für Jena und die Region

Jena  Stadtwerke-Tochtergesellschaft Jenergie nimmt Geschäft auf und soll vernetzte Technologien und innovative Produkte anbieten

Tobias Wolfrum (links) und Gunar Schmidt wurden vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Energie Jena Pößneck zunächst bis Oktober 2025 als Geschäftsführer der Jenergie bestellt.

Tobias Wolfrum (links) und Gunar Schmidt wurden vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Energie Jena Pößneck zunächst bis Oktober 2025 als Geschäftsführer der Jenergie bestellt.

Foto: Juergen Scheere / Stadtwerke

Zuwachs in der kommunalen Unternehmenslandschaft Jenas: Anfang Januar 2021 nahm die Jenergie als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck ihr operatives Geschäft auf. Ziel der Gesellschaft ist es, die Energiewende aktiv zu gestalten sowie innovative Ideen, Services und Konzepte für smarte Quartiere und deren Bewohner zu entwickeln. Diese sollen perspektivisch der Stadt und der Region zu Gute kommen.

Nach Angaben des Unternehmens übernehme Jenergie die Regie im Modellprojekt Smartes Quartier Jena-Lobeda und nutze die Erkenntnisse daraus: Aktuell saniert das kommunale Wohnungsunternehmen Jenawohnen in der Ziegesarstraße etwa 270 Wohnungen – 143 davon mit Mietpreisbindung als Sozialwohnungen – und stattet sie mit Smart-Home-Anwendungen aus. Darüber hinaus können die Mieter auf Serviceangebote zu Energie, Gesundheit, Mobilität, Logistik und Einkauf sowie verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zugreifen.

Neue GmbH mit Doppelspitze

Die Lerneffekte aus dem Modellprojekt sollen der Grundstein dafür sein, vernetzte Technologien und innovative Produkte in weiteren Quartieren von Jenawohnen und anderen Wohnungsgesellschaften in und um Jena anzubieten. Durch Angebote in den Bereichen Energiesparen, nachhaltige Mobilität und Ressourcenschonung soll dabei auch die Energie- und Klimawende in Wohnquartieren vorangetrieben werden.

Die Jenergie nimmt ihr Geschäft mit einer Doppelspitze auf: Jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum und Gunar Schmidt, Geschäftsführer Stadtwerke Jena Netze, bündeln in der neuen GmbH ihre Erfahrungen in der Wohnungs- und Energiewirtschaft. Ob Alltagsbewältigung, längere Teilhabe am normalen Leben trotz schwieriger Gesundheitsumstände oder neue Formen einer vernetzten Mietergemeinschaft: Diese Möglichkeiten, die für das Smarte Quartier Jena-Lobeda geplant sind, sollen allen zugänglich gemacht werden. Erster Ansatz für ein Geschäftsmodell sei eine digitale Mieterplattform, die aktuell gemeinsam mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für das Smarte Quartier Jena-Lobeda entwickelt wird. Über diese können sich Mieter und Vermieter austauschen, Mieter untereinander vernetzen können und alle Serviceangebote des Smarten Quartiers einfach steuern oder abrufen.