Stadtmuseum Jena sucht weiter Erinnerungen an Coronakrise

Jena.  Das Jenaer Stadtmuseum sucht interessante Corona-Zeugnisse: Vor allem persönliche Erinnerungen von Jenaer Bürgern sind gefragt.

Cora Kleesiek zeigt eines der Sammlungsgegenstände des Stadtmuseums aus der Jenaer Coronakrise

Cora Kleesiek zeigt eines der Sammlungsgegenstände des Stadtmuseums aus der Jenaer Coronakrise

Foto: Michael Groß

Sie ist zwar noch nicht vorbei, die Coronakrise. Aber sie ist bereits Gegenstand der Sammlungsaktivitäten des Jenaer Stadtmuseums geworden. Wie viele andere Zeitabschnitte, die durch besondere Ereignisse geprägt sind, so findet auch die Pandemie mit ihren teilweise drastischen und weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens das Interesse der musealen Sammler. So hatte das Stadtmuseum vor Wochen dazu aufgerufen, dem Museum interessante Zeugnisse jener Zeit zur Verfügung zu stellen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

„Schon in den ersten Wochen haben wir zahlreiche Dinge erhalten, zum Beispiel selbstgemachte Nasen-Mundtücher, Absperrungsbänder, Verbotsschilder, Gedichte und auch jede Menge Fotos", erzählt Cora Kleesiek. Die junge Frau absolviert zurzeit ein Freiwilliges Jahr am Stadtmuseum und hat die Betreuung des Coronaprojektes übertragen bekommen. Eine reizvolle Aufgabe, wie sie selbst einschätzt. Und sie würde sich auch freuen, wenn Bürger dem Museum noch mehr Dinge bringen würden. Zwar sei in den ersten Corona-Wochen sehr viel gekommen, später habe das aber rapide nachgelassen. Doch eigentlich wäre es einfach zu schade, wenn Zeugnisse der Corona-Monate unwiederbringlich verloren gehen würden.

Doch woran ist man im Stadtmuseum interessiert? Zum Beispiel an persönlichen Geschichten, Erlebnissen, Begebenheiten, ungewöhnlichen Dingen, die plötzlich das Leben veränderten, Videos und vielem mehr. All das seien wichtige Dokumente, die später einmal die Menschen an jene Zeit erinnern werden.

Demnächst sei noch nicht an eine Ausstellung zum Corona-Thema gedacht, sagt Cora Kleesiek. Zu frisch sei das alles noch. Man wolle im Museum erst einmal alles Eingehende sammeln und aufarbeiten. In den nächsten Jahren werde dann aber bestimmt einmal eine Ausstellung dazu gestaltet.

Erinnerungen und Objekte zur Coronazeit an Stadtmuseum Jena senden: Markt 7, Briefkasten im Durchgang zur Stadtkirche neben dem Weinladen; per E-Mail: coronazeitzeugnisse@jena.de

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