Stiebritzer Schüler sind als Bienenzüchter aktiv

Marcus Voigt
| Lesedauer: 2 Minuten
Romy (vorne von links), Antonia, Charlotte, Nils und Leo sind am Bienenprojekt der Grundschule „Talblick“ in Stiebritz beteiligt. Unterstützung bekommen sie dabei von Lehrerin Monika von der Gönna und Imker Armin Kupka.

Romy (vorne von links), Antonia, Charlotte, Nils und Leo sind am Bienenprojekt der Grundschule „Talblick“ in Stiebritz beteiligt. Unterstützung bekommen sie dabei von Lehrerin Monika von der Gönna und Imker Armin Kupka.

Foto: Marcus Voigt

Stiebritz.  Das Bienenprojekt an der Stiebritzer Grundschule soll im kommenden Schuljahr ausgeweitet werden. Dabei wird auch eigener Honig geerntet.

Die ersten Versuche waren erfolgreich, nun soll das Bienenprojekt an der Grundschule „Talblick“ in Stiebritz im neuen Schuljahr ausgeweitet werden. „Die Kinder sollen lernen, wie wichtig Bienen für unsere Umwelt sind“, sagt Lehrerin Monika von der Gönna. Dass dabei schuleigener Honig entsteht, sei mehr als ein schöner Nebeneffekt.

Zwei Bienenvölker haben Stiebritzer Schülerinnen und Schüler unter Anleitung des Nerkewitzer Imkers Armin Kupka bislang betreut. „30 bis 40 Kilogramm schmackhaften Honigs werden wir am Ende dieses Schuljahres gewonnen haben. Das ist eine positive Überraschung“, sagt Kupka. Die abgefüllten Honiggläser sollen verschenkt werden.

Furcht vor Insekten nehmen

Zum neuen Schuljahr soll der Stiebritzer Bienenbestand vergrößert werden. Vier Wirtschaftsvölker und vier Ableger seien das Ziel. „Wir haben hier in Stiebritz beste Voraussetzungen dafür. Auf dem Schulgelände ist viel angepflanzt worden, worüber sich die Bienen freuen“, so Kupka. 15 Schülerinnen und Schüler einer Arbeitsgemeinschaft – ausgestattet mit kleinen Imkeranzügen – sollen sich im Wechsel fortan einmal wöchentlich um die Bienen kümmern. „Es ist beeindruckend, wie die ersten Versuche funktioniert haben. Die Kinder sind vorsichtig und halten sich an die Regeln. Es herrscht die Stimmung: Das sind unsere Bienen“, sagt der stellvertretende Schulleiter Mike Viehöfer.

Dies ist ganz im Sinne von Monika von der Gönna. „Ich hatte mir das Bienenprojekt schon lange gewünscht. Im Schulgarten-Unterricht zeigt sich, dass die Kinder teilweise Ängste vor Insekten haben, sich vor ihnen ekeln. Dabei gibt es keine schönen und hässlichen Tiere. Von der Unterscheidung – einerseits Nutztiere, andererseits ‘der Rest’ – müssen wir wegkommen. Es gibt so viel zu schützen, gerade bei Insekten haben wir Menschen viel kaputt gemacht“, sagt sie.

Erfolgserlebnisse wichtig

Um das pädagogische Ziel zu erreichen, seien Erfolgserlebnisse wie die Honigernte für die Kinder wichtig. Auch deshalb soll das Bienenprojekt nun vergrößert werden. „Wenn aus drei Waben sieben geworden sind, schlägt das Herz der Kinder höher“, sagt Armin Kupka.

Unterstützt wird das Bienenprojekt vom Schulförderverein. „Ohne diesen wäre das alles nicht möglich“, so Mike Viehöfer.