Tag der Entscheidung am Jenaer Eichplatz

Jena.  Vergabe-Beschluss am Mittwoch im nichtöffentlichen Teil des Stadtrates Jena. Danach geht es zügig zum Notar

Interessierte Eichplatzbesucher können sich mit Handys nochmals einen Überblick am Eichplatz verschaffen. Es heißt, die drei zu erwartenden Hochhäuser seien schöner, als die imaginären in der App.

Interessierte Eichplatzbesucher können sich mit Handys nochmals einen Überblick am Eichplatz verschaffen. Es heißt, die drei zu erwartenden Hochhäuser seien schöner, als die imaginären in der App.

Foto: Thomas Beier

Die Entscheidung zum ersten Baufeld am Eichplatz soll heute Abend im Stadtrat fallen. Alles andere als die Vergabe an den favorisierten Projektentwickler Strabag/Real Estate GmbH wäre eine Überraschung. Der Beschluss steht im nichtöffentlichen Teil der Sitzung ab 17 Uhr an. Dafür sind 30 Minuten anberaumt. Im Anschluss wird der Oberbürgermeister das Ergebnis mitteilen.

Im März 2015 hatte der Stadtrat beschlossen, das Verfahren zur Entwicklung des Eichplatzareals wieder aufzunehmen. Vorausgegangen war eine Bürgerbefragung, bei der der damals favorisierte Entwurf klar abgelehnt wurde. Die neuen Planungsziele wurden in einem extern moderierten Verfahren, begleitet durch ein Gremium aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, gefunden.

Ziel der Verwaltung ist es jetzt, bis spätestens November 2020 die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages vorzunehmen. Dann wird der Kaufpreis fällig. Spannend wird noch einmal das Bebauungsplanverfahren, in dem es um die Tiefgarage und viele weitere baurechtliche Fragen geht. Hieran ist die Öffentlichkeit zu beteiligen. Weil das alles Zeit braucht, ist mit der Errichtung der ersten Hochbauten nicht vor 2023 zu rechnen. Bis dahin bleibt der heutige Eichplatz voll nutzbar.

Stadtratssitzung im Volkshaus heute von 17 bis 22 mit einstündiger Luftaustausch-Pause etwa ab 19 Uhr.