Trainersuche beim FC Carl Zeiss Jena: Warum der Verein einen Ex-Jenaer auf dem Schirm hat

Jena  Der FC Carl Zeiss Jena sondiert weiter auf dem Trainermarkt und hat einen Trainer aus Deutschlands Süden im Fokus. Aber das ist nicht der einzige mögliche Kandidat.

Der Trainer aus der Regionalliga-Süd gilt als ein heißer Anwärter für Jena, der hier bei einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg an der Seitenlinie steht.

Der Trainer aus der Regionalliga-Süd gilt als ein heißer Anwärter für Jena, der hier bei einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg an der Seitenlinie steht.

Foto: Imago Images / Zink

Beim FC Carl Zeiss Jena läuft nach dem Rauswurf von Lukas Kwasniok das Casting für einen Trainer auf Hochtouren. Den Bewerberkreis haben die Jenaer inzwischen eingegrenzt.

„Wir werden noch weitere Gespräche führen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagt Geschäftsführer Chris Förster, der möglichst bis zur Wochenmitte einen neuen Trainer gefunden haben möchte. Spätestens nach dem Kaiserslautern-Spiel soll der neue Coach feststehen, um in der Länderspielpause zwei Wochen Zeit bis zum nächsten Punktspiel zu haben. Das Debüt wäre dann eine Partie im Thüringenpokal gegen Siemerode.

Im Fokus steht unter anderem ein Regionalliga-Trainer aus dem Süden: Timo Rost. Der 41-Jährige spielte für den 1. FC Nürnberg, den VfB Stuttgart, Energie Cottbus und RB Leipzig, war zumeist im defensiven Mittelfeld aktiv. Seit September 2018 arbeitet er bei der Spiel­vereinigung Bayreuth.

Rost könnte sofort nach Jena wechseln

Eindruck hat bei den Jenaer Verantwortlichen vor allem die Leistung in der vorigen Saison hinterlassen. Das Bayreuther Team übernahm er nach neun Spieltagen und mit vier Punkten. Die Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzter, und keiner der Verantwortlichen glaubte mit Vorgänger Josef Albersinger an die Wende. Trotzdem gelang der Klassenerhalt vorfristig. Rost führte das Team mit 45 Zählern auf den zehnten Platz.

Der Fußballlehrer, der seit 2017 über diese Lizenz verfügt, hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und könnte sofort nach Jena wechseln. Er gilt als ein Vertreter des schnellen Umschaltspiels, das gut im Abstiegskampf passen sollte. Nach Informationen unserer Zeitung gab es bereits zwei Gespräche mit Rost. Einziges Manko: Als Trainer hat er noch nicht in der dritten Liga gearbeitet, dafür aber als Spieler viel Erfahrungen im Abstiegskampf gesammelt.

Andreas Golombek ein weiterer Kandidat

Zu den weiteren Kandidaten zählt Andreas Golombek. Der 51-Jährige trainierte zuletzt die Sportfreunde Lotte in der dritten Liga, war zuvor lange Jahre beim SC Verl im Einsatz. Auf dem Zettel steht aber auch Karsten Neitzel (51), der bis Juni bei Rot-Weiss Essen als Trainer arbeitete. Zuvor war der gebürtige Dresdner unter anderem neuneinhalb Jahre für die zweite Mannschaft des SC Freiburg zuständig und trainierte drei Jahre Holstein Kiel.

Die Jenaer Verantwortlichen haben am Montag weitere Telefonate geführt und bei möglichen Kandidaten vorgefühlt. Unter anderem sollen sie bei einem Nachwuchstrainer von RB Leipzig angefragt haben, der aber dankend abgewunken hat.

Gedankenspiele gibt es bei den Jenaer Verantwortlichen, das Trainerteam personell zu stärken. Einen Namen haben die Führungskräfte schon im Hinterkopf. Möglicherweise rückt mit Alexander Voigt ein zweiter Co-Trainer in den Stab. Jener hatte einst für den FC Carl Zeiss in der zweiten Bundesliga gespielt und hat deshalb eine Beziehung zum Klub. Er trainierte zuletzt den Oberligisten Velbert (Nordrhein-Westfalen) und ist am 9. September beurlaubt worden. Als Chef­trainer kommt er beim FCC aber nicht infrage, weil er bislang nur über die A-Lizenz verfügt. In Liga drei braucht er aber einen Fußballlehrer-Schein.

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