Väter dürfen in Jena auch weiter in den Kreißsaal

Jena.  Allerdings nur direkt zur Geburt. Parkgebühr am Jenaer Uniklinikum wird mit „Storchenticket“ erstattet

Kreißsaal UKJ

Kreißsaal UKJ

Foto: Sibylle Göbel

Trotz Corona-Regelungen dürfen Väter nach wie vor mit in den Kreißsaal des Universitätsklinikums Jena zur Geburt, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Aber: Die Partner dürfen wirklich nur zur Geburt dazukommen. Wann das soweit ist, entscheidet das Fachpersonal. Und: Die Begleitperson darf nur einmalig den Kreißsaal betreten. Wer den Kreißsaal verlässt, bleibt draußen.

Die Parkgebühr für die Väter wird nach der Geburt mit dem Storchenticket erstattet. Dafür muss aber im Parkhaus – nicht auf dem Kurzzeitparkplatz – geparkt und zunächst ein Ticket gelöst werden. Im gesamten Klinikum ist es für die Väter beziehungsweise Begleitpersonen Pflicht, durchgängig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Lediglich die werdende Mutter selbst ist davon unter der Geburt selbstverständlich befreit. Die Einhaltung dieser Regelungen ist für alle verpflichtend.

Begleitpersonen erhalten bei der Aufnahme in den Kreißsaal ein entsprechendes Informationsschreiben, dessen Kenntnisnahme sie unterschreiben müssen. „Wir beobachten leider immer öfter, dass insbesondere die werdenden Väter ungeduldig werden und sich nicht an die Regeln halten. Bei allem Verständnis, dass eine Geburt auch für den Vater eine besondere Situation darstellt. Der Schutz unserer Patientinnen hat einfach oberste Priorität. Im allerschlimmsten Fall kann es sein, dass wir die Begleitperson aus dem Kreißsaal verweisen müssen. Das wollen wir natürlich vermeiden“, so Tanja Groten, stellvertretende Klinikdirektorin.

Alle Schwangeren, die in der Geburtsmedizin aufgenommen werden, erhalten ein Corona-Screening. Sollte ein Coronatest positiv ausfallen, gibt es im Kreißsaal ein eigens dafür eingerichtetes Zimmer mit Schleuse, um die Corona-Patientin mit ihrem Partner von den anderen Schwangeren zu separieren. „Wir sind auf alles vorbereitet“, versichert Groten.