Viele Unwägbarkeiten im Superwahljahr

Ob die Bürger in der VG Dornburg-Camburg in diesem Jahr gleich mehrmals wählen und ob sie dafür zur Urne oder an den Briefkasten gehen werden, ist noch unklar.

Ob 2021 im Wahllokal oder per Brief gewählt wird, steht noch in den Sternen.  

Ob 2021 im Wahllokal oder per Brief gewählt wird, steht noch in den Sternen.  

Foto: ARCHIV / archiv

Von Angelika Schimmel

Dornburg-Camburg. Die etwa 250 wahlberechtigten Bürger von Tautenburg werden in diesem Jahr einen neuen Bürgermeister wählen. Nachdem der Unternehmer Rolf Fischer das Ehrenamt vorfristig niedergelegt hat, muss ein Nachfolger her.

"Der sollte eigentlich mit der geplanten Landtagswahl im April gewählt werden", erklärte Carl Krumbholz, Chef der VG Dornburg-Camburg. Doch dieser Termin soll nun verschoben werden. Überlegt werde, am 6. Juni wie in Sachsen-Anhalt zu wählen. Möglich sei auch, dass Gemeinderat Wolf-Ullrich Weber, der nun den Posten des Bürgermeisters übernommen hat, diesen bis September ausfüllen muss, weil erst am Tag der Bundestagswahl gewählt wird.

"Es gibt wegen der Corona-Entwicklung noch viele Fragezeichen zu den Wahlen", räumte Krumbholz ein. Eins der größten sei, ob es eine reine Briefwahl geben werde. "Bei der letzten Wahl wurden im Briefwahlvorstand neun Personen für die Auszählung von rund 2000 Briefwahlunterlagen gebraucht. Hochgerechnet werde man in der VG diesmal etwa sechs Briefwahl-Vorstände á neun Personen brauchen. "Mit 26 Mitarbeitern im Rathaus schaffen wir das nicht." Man werde auf viele Freiwillige zurückgreifen müssen.