Warum Jenaer Theaterleute mit Apfelbäumchen durch die halbe Republik wandern

Das Theaterhaus Jena beteiligt sich am Klimastaffellauf. Staffelstäbe sind kleine Baumsetzlinge.

Das Theaterhaus Jena beteiligt sich am Klimastaffellauf. Staffelstäbe sind kleine Baumsetzlinge.

Foto: Andrea Hesse

Jena.  An einem Projekt zur Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten beteiligt sich auch das Theaterhaus Jena

Von Nord nach Süd, auf zwei Routen, verläuft der Theaterstaffellauf fürs Klima, eine Initiative des Netzwerks „Performing for Future – Netzwerk für Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten“.

Dieser Klima-Staffellauf, an dem sich fast 50 Theater der Republik beteiligen, wird ausschließlich mit klimafreundlichen Transportmitteln bewältigt; also mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rad. Die Staffelstäbe sind Baumsetzlinge – kleine Apfelbäumchen.

Auch das Theaterhaus Jena beteiligt sich am Projekt, das auf zwei Routen in Recklinghausen (1. Mai) und in Kiel (2. Mai) gestartet ist. Zum Auftakt des Augsburger Klimafestival sollen sich die Routen feierlich vereinen. So wurde am Freitag auf dem Theatervorplatz Susanne Streicher, Medienreferentin vom Theater Altenburg Gera empfangen, die mit dem Zug anreiste und das Bäumchen mit den besten Wünschen für eine lebenswerte Zukunft an die Jenaer Kollegen übergab. Die Freie Bühne Jena präsentierte aus diesem Anlass auf dem Theatervorplatz Kurz-Performances – unter anderem „Die Welle“, eine meditative Performance zu einem eigenen, eingesprochenen Gedicht.

Am gleichen Tag ist eine Theaterhaus-Jena-Kollegin per Fahrrad mit dem Setzling nach Eisenach gestartet, um dort am Folgetag das Staffelbäumchen den Eisenacher Kollegen zu übergeben. Im Theaterhaus selbst kann man sich noch bis zum 20. Mai die Wunderbaum-Produktion „Bären“ anschauen; eine Tragikomödie über die Hybris des Menschen, den eigenen radikalen Freiheits- und Selbstverwirklichungsanspruch gegen alle Vernunft durchzusetzen.