Uni Jena feiert Namenspatron

Was uns Schiller heute bedeutet

Jena.  Die Jenaer Uni begeht den Geburtstag ihres Namensgebers mit zahlreichen Veranstaltungen.

Die Büste des Dichters Friedrich Schiller vor dem Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Am 10. November jährt sich Schillers Geburtstag zum 260. Mal. Die Universität feiert ihren Namenspatron mit einem Veranstaltungsreigen. 

Die Büste des Dichters Friedrich Schiller vor dem Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Am 10. November jährt sich Schillers Geburtstag zum 260. Mal. Die Universität feiert ihren Namenspatron mit einem Veranstaltungsreigen. 

Foto: Foto: Jan-Peter Kasper / Universität Jena

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Am Sonntag, 10. November, jährt sich Friedrich Schillers Geburtstag zum 260. Mal. Das Jubiläum ist ein guter Grund, dieses Ereignis zu feiern und literarischen Werken und Briefen um 1800 neu zu begegnen. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird dies im Gartenhaus des Dichters, Schillergässchen 2, durch einen Vortrag (15.30 Uhr) und eine Lesung von Lieblingsstellen aus Schillers Werken (14.30 Uhr) umgesetzt.

Ergänzt wird das Programm der Universität unter anderem durch einen um 11.30 Uhr beginnenden Stadtspaziergang auf den Spuren Schillers und gegenwärtiger Bauprojekte und Initiativen, den der Ortsteilrat Jena-Zentrum veranstaltet; Treffpunkt: Neugasse 34.

Jenaer können ihr Lieblingsgedicht vorlesen

Ein Höhepunkt der „Geburtstagsfeier“ wird die Aufführung von „Verbrecher aus verlorener Ehre“. Das Schauspiel nach einem Prosatext von Friedrich Schiller – bearbeitet, inszeniert und gespielt von Martin Menner (Güntersleben), Musik von Uli Thümmler – wird ab 19.30 Uhr in Schillers Gartenhaus gezeigt.

Namenspatron, Professor und Inspiration: „Friedrich Schiller hat bis heute eine besondere Bedeutung für die Universität“, betont ihr Präsident Walter Rosenthal. „Schiller ist Namenspatron der Universität, er war hier lange Professor und inspiriert als Dichter und Denker der Freiheit auch unseren Forschungsschwerpunkt ,Liberty‘“.

Friedrich Schillers frühe Erzählung „Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte“ (1786) von dem berüchtigten württembergischen Verbrecher Johann Friedrich Schwan, genannt der Sonnenwirt, ist ein Höhepunkt des damals jungen Genres der Kriminalgeschichte. „Die Programmatik für sein Erzählen entwickelt der Autor in einer Vorrede, die zum Beeindruckendsten der Schillerschen Prosa gehört“, so der Leiter von Schillers Gartenhaus, Helmut Hühn.

Der Vortrag des Juristen Udo Ebert erkundet ab 15.30 Uhr Schillers poetisches Interesse an Verbrechern und die juristischen Hintergründe der Erzählung.

Wo und wie die Jenaer heute noch mit Schiller verbunden sind, zeigt die Lesung mit musikalischer Begleitung von Ilga Herzog, die 14.30 Uhr im Gartenhaus beginnt. Dazu sind alle Jenaer eingeladen, ihre liebsten Schillergedichte, „ihren Schiller“ im Gartenhaus vorzulesen.

Weitere Informationen zu Schillers Gartenhaus und seinen Veranstaltungen sind zu finden unter www4.uni-jena.de/Gartenhaus

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