Wie der FC Carl Zeiss Jena beim Angstgegner punkten möchte

Jena.  Der SV Waldhof Mannheim ist klarer Favorit gegen den FC Carl Zeiss Jena. Doch ganz ohne Hoffnung fährt René Klingbeil nicht nach Baden-Württemberg.

Jenas Kapitän Dominic Volkmer (links), hier von Ronny König (FSV Zwickau) angegriffen, ist gesetzt für die Startelf.

Jenas Kapitän Dominic Volkmer (links), hier von Ronny König (FSV Zwickau) angegriffen, ist gesetzt für die Startelf.

Foto: Tino Zippel

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Am Sonntag tritt der FC Carl Zeiss Jena bei der Mannschaft der Stunde in der dritten Liga, dem SV Waldhof Mannheim, an (Anstoß 14 Uhr). Zwischen dem 15. und 24. Spieltag holte das Team von Trainer Bernhard Trares die meisten Punkte. Wie die Jenaer trotzdem etwas mitnehmen möchten, verrät René Klingbeil im Check vorm Spiel.

Ausgangslage: Der FC Carl Zeiss Jena bleibt trotz des 2:1-Sieges gegen den FSV Zwickau Letzter in der dritten Liga. Zum sicheren Klassenerhalt braucht es noch zehn Siege aus 15 Spielen. „Wir wollen gegen Waldhof möglichst lange die Null halten und vorn unsere Möglichkeiten nutzen“, sagt Interimstrainer René Klingbeil.

Trainingswoche: Der Coach setzte zusammen mit Assistent Bernd Lindrath auf kurze, intensive Einheiten. „Wir haben darauf geachtet, dass die Jungs wenig Standzeiten haben und viel in Bewegung sind“, sagt Klingbeil. Viele Spielformen mit Zweikämpfen standen auf dem Programm.

Personalsituation: Wegen Sperren fehlen drei Spieler. Pierre Fassnacht sitzt die fünfte Gelbe Karte ab. Kilian Pagliuca und Meris Skenderovic sind nach ihren Roten Karten jeweils noch ein Spiel gesperrt. Wegen Ermüdungsbrüchen müssen Justin Schau und Manuel Maranda weiterhin aussetzen. Eroll Zejnullahu, Patrick Schorr und Marian Sarr sind ebenfalls keine Optionen.

Aufstellung: „Ich sehe wenig Anlass, etwas zu ändern. Die Trainings­leistungen waren sehr engagiert“, sagt Klingbeil. Umbauen muss er auf jeden Fall, da er den gesperrten Außenverteidiger Pierre Fassnacht ersetzen muss. Ole Käuper steht nach seiner Sperre wieder bereit und rutscht wohl ins offensive Mittelfeld. Als Option nimmt Klingbeil auch den aus Nordhausen nach Jena gewechselten Stürmer Joy-Lance Mickels mit. Wer für ihn aus dem Kader fällt, entscheidet der Trainer am Samstag. Fest gesetzt ist Innenverteidiger Aytac Sulu. „Er ist ein sehr erfahrener Spieler, der in seiner Karriere alles erlebt hat: Er bringt Ruhe rein, aber auch eine gewisse Lockerheit. Das ist ein guter Mix“, sagt Klingbeil.

Gegner: Der Aufsteiger SV Waldhof Mannheim steht mit 38 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz in Sichtweite des Relegationsranges. Die Mannschaft hat seit dem 2. November 2019 nicht mehr verloren, geht also als klarer Favorit ins Spiel. „Mannheim ist ein Spitzenteam, das anrennen wird und noch gute Alternativen auf der Bank hat“, schätzt Klingbeil ein. Er lobt vor allem die Offensivqualität der Mannschaft. Prunkstück ist aber auch die Defensive – nur zwei Teams ließen weniger Gegentore zu. „Es ist der Verdienst der Mannschaft und zeigt, wie wir uns im Laufe der Saison entwickelt haben und Konstanz in unsere Defensive bringen konnten“, sagt Waldhof-Torhüter Timo Königsmann.

Historie: Die Auswärtsbilanz ist eindeutig. Alle sechs Spiele beim SV Waldhof Mannheim hat der FC Carl Zeiss Jena verloren. Zuletzt in der Saison 1996 mit 0:4.

Schiedsrichter: Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann pfeift die Partie. Bislang hat der FC Carl Zeiss Jena zwei Spiele unter seiner Regie gewonnen, eines endete Unentschieden.

Fernsehen: Die Partie, zu der 10.000 Zuschauer erwartet werden, wird live beim Streamingdienst Magentasport übertragen.

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