Saale, Weinbau, Burgen: Jena und Saale-Holzland-Kreis wollen mehr Touristen anlocken

Tino Zippel
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Am Grafenberg in Jena-Kunitz wächst Wein.

Am Grafenberg in Jena-Kunitz wächst Wein.

Foto: Tino Zippel

Naumburg.  Jena und das Saale-Holzland treten in eine Kooperation mit der Saale-Unstrut-Region: Wie mehr Touristen in die Region kommen sollen.

Jena und der Saale-Holzland-Kreis vermarkten sich künftig mit der Saale-Unstrut-Region.

• Beide wollen mehr Touristen anlocken, die länger als einen Tag bleiben.

Jena und der Saale-Holzland-Kreis haben am Donnerstag gemeinsam mit dem Saale-Unstrut-Tourismus e.V. die neue Saale-Unstrut Tourismus GmbH gegründet. Ziel ist es, sich über die Grenze der Bundesländer hinweg als touristische Region zu vermarkten.

„Im Sinne der Tourismuswirtschaft waren Jena und der Saale-Holzland-Kreis keine Destinationen“, sagt Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP). Mit der neuen Gesellschaft wolle die Region von der Bekanntheit der Marke Saale-Unstrut profitieren.

Ziel sei, Touristen länger in der Region zu halten. Bislang sei Jena vor allem auf Tagestouristen und Geschäftsreisende ausgerichtet, wolle aber Themen wie die Saale-Horizontale stärker in den Vordergrund rücken, um Gäste länger zu beherbergen. Als weitere Themen nannte er Weinbau, die Saale mit Wasserwandern und Radweg, Genuss oder Schätze im Verborgenen.

„Meilenstein für die touristische Vermarktung der Region“

Johann Waschnewski (CDU), Erster Beigeordneter des Saale-Holzland-Kreises, sieht in der Neugründung einen „Meilenstein für die touristische Vermarktung der Region“. Die Chancen stiegen, dass Leuchtenburg oder Dornburger Schlösser künftig besser von Reisenden gefunden werden. „Gemeinsam erzielen wir eine größere Reichweite“, sagt Waschnewski. Die neue Gesellschaft wolle mit den touristischen Anbietern vor Ort Verträge schließen, um das Budget fürs Marketing zu erhöhen. Erste gemeinsame Aktivitäten seien bei der Grünen Woche in Berlin geplant.

Der Sitz der Saale-Unstrut Tourismus GmbH befindet sich in Naumburg – künftig neben dem im Bau befindlichen Welterbe-Zentrum. Im Saale-Holzland-Kreis soll es eine Anlaufstelle für den Bereich touristische Infrastrukturentwicklung geben. Antje Peiser wird die Geschäfte der neuen Gesellschaft führen, Irene Schmidt ist die Stellvertreterin.

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