Saale-Holzland. Warum die Nachwahl nötig war. Für wen der Verein zwei „Gedenk-Zimmer“ einrichtet.

Martin Bierbrauer ist am 3. Mai zur Jahreshauptversammlung einstimmig in den Vorstand des Vereins „Freunde und Förderer des Schlosses Crossen“ gewählt worden. Darüber informierte Vereinsvorsitzender Dietrich Heiland.

Weil Wolfgang Maruschky, unter dessen Vorsitz der Verein im Jahr 2012 gegründet wurde und der zuletzt Beiratsmitglied war, am 23. Februar dieses Jahres im Alter von 82 Jahren verstarb, musste nun eine Nachwahl durchgeführt werden. Zum Vereinsvorstand gehören neben dem Vorsitzenden Dietrich Heiland sein Stellvertreter Andreas Roßmann sowie Ines Stummhöfer, die sich um die Finanzen kümmert.

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Vorstandsmitglieder sind zudem Steffen Sieler, Engelbert Sieler und inzwischen auch Martin Bierbrauer. Bierbrauer, der Gemeinschaftsvorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen ist, war zuvor schon Mitglied im Schlossverein.

Verein muss jährlich zwischen 6000 und 7000 Euro an Spenden für Betriebskosten des Schlosses generieren

Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehe nach wie vor das Generieren von Spenden. „Die Gemeinde Crossen und der Schlossverein haben vertraglich geregelt, dass sich der Schlossverein um die Spendeneinnahmen kümmert und damit die gesamten Betriebskosten übernimmt, die jährlich zwischen 6000 und 7000 Euro liegen“, sagte Dietrich Heiland. Die Mitglieder seien sich auf ihrer Versammlung einig gewesen, dass der Verein weiterhin diese Rolle übernehmen möchte.

Martin Bierbrauer ist einstimmig in den Vorstand des Vereins „Freunde und Förderer des Schlosses Crossen“ gewählt worden.
Martin Bierbrauer ist einstimmig in den Vorstand des Vereins „Freunde und Förderer des Schlosses Crossen“ gewählt worden. © Martin Schöne | Martin Schöne

Wichtig sei zudem die Weiterentwicklung des Schlosses und damit dessen Sanierung. In weiter Ferne stehe auch mal ein Kernkonzept für die Gesamtnutzung, sagte Heiland.

Derzeit sei man dabei, ein Projekt umzusetzen, das noch von Wolfgang Maruschky angeschoben wurde. „Es werden zwei Zimmer als eine Art Gedenk-Zimmer eingerichtet“, sagte der Vereinsvorsitzende. So entsteht ein „Heyking-Zimmer“ in Erinnerung an Elisabeth von Heyking, die das Schloss 1908 erbte und es bis zu ihrem Tod am 4. Januar 1925 bewohnte. „Für das Einrichten des Heyking-Zimmers haben wir im vergangenen Jahr mit einer großzügigen Förderung der Staatskanzlei Möbel gekauft“, sagte Dietrich Heiland. Das zweite Zimmer wird ein „Zersch-Zimmer“. Ernst Rudolf Bernhard Zersch erwarb das Schloss 1937 aus einer Zwangsversteigerung heraus und bewahrte es somit vor dem Verfall.

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Viele Veranstaltungen, Arbeitseinsätze und Jahrestage stehen in diesem Jahr noch an, sagte Dietrich Heiland. Zu den einzelnen Veranstaltungen wollte er sich derzeit noch nicht äußern. „Für uns ist weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Crossen sehr wichtig, denn ohne die Gemeinde geht gar nichts. Zudem möchten wir die Kooperation mit dem Crossener Kulturverein intensivieren.“

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Freuen kann sich der Verein über ein weiteres Mitglied im Team der ehrenamtlichen Schlossführer. Mit dem 30-jährigen Julius Stummhöfer sind es nun sechs Männer und Frauen, die Interessierten aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und auch darüber hinaus auf einer geführten Tour das Schloss zeigen und dabei allerlei Interessantes über die Geschichte der barocken Anlage erzählen. „Julius hatte seine erste Führung am 1. Mai. An diesem Tag wurde wieder zum ‚Anradeln der Weinroute an der Weißen Elster‘ eingeladen und wir hatten geöffnet. Es gab Roster, Bier und die Stimmung war gut. Julius war mit viel Freude und Begeisterung dabei.“