Ludwigshof. Nässe lässt Wasser auf den Feldern stehen. Was das für Landwirte bedeutet und was der Rohrzwirn damit zu tun hat

Bauern feiern Ende Januar Gülle-Silvester. Vielleicht nicht gerade feiern, aber zumindest gilt es als eine Art Startpunkt in die neue Saison. Denn das flüssige, organische und stickstoffhaltige Düngemittel kann nach viermonatige Pause wieder ausgebracht werden. In dem Zeitraum, sagt Gunnar Jungmichel von den Agrarprodukten Ludwigshof, können die teils noch jungen Pflanzen auf den Äckern und der Boden selbst nicht viele Nährstoffe aufnehmen, ruhen gewissermaßen. Die Gülle droht wegzufließen und die Gewässer zu verunreinigen. Darum gilt eine Sperrfrist von Oktober (November) bis zum 31. Januar. Zur Wahrheit gehört auch: „Die Pflanzen richten sich nicht nach Stichtagen“, sagt er mit einem kleinen Seitenhieb an Politik und Verwaltung.