Saalfeld/Rudolstadt. Knapp 20.000 Akten liegen in der Versorgungsverwaltung des Landkreises - und es werden von Jahr zu Jahr mehr.

Jeder Fünfte im gut 100.000 Einwohner zählenden Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat eine mindestens 20-prozentige Behinderung. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Statistik hervor, wonach in der Versorgungsverwaltung im Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt 19.987 Behindertenakten geführt werden. Davon haben 8492 Personen einen Behinderungsgrad zwischen 20 und 40, 11.495 Personen haben einen amtlich festgestellten Grad der Behinderung (GdB) zwischen 50 und 100.

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Im abgelaufenen Jahr 2023 sind 1303 Erstanträge zur Feststellung eines GdB eingegangen, eine leichte Zunahme von 0,93 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dagegen ist die Zahl der Neufeststellungen bei schon festgestelltem Grad der Behinderung deutlich angestiegen. Hier sind 1164 Anträge zur Neufeststellung des GdB und/oder Merkzeichen in der Verwaltung eingegangen. Das entspricht einer Zunahme um 21,76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine Neufeststellung wird zum Beispiel dann nötig, wenn sich bereits festgestellte Behinderungen wesentlich verschlimmern oder neue Behinderungen hinzutreten.

Durchschnittliche Bearbeitungsdauer unter dem Landesschnitt

Zudem wurden 475 Nachuntersuchungen eingeleitet, ein Plus von 33,8 Prozent gegenüber 2022. Eine Nachuntersuchung wird z.B. nötig, wenn bei einer Krebserkrankung die Zeit der Heilungsbewährung abgelaufen ist. Deutlich zugenommen hat die Zahl der Widersprüche, die um 9,38 Prozent auf 373 Fälle stieg. Im Landesdurchschnitt Thüringens nahm die Zahl der Widersprüche im gleichen Zeitraum um 20,9 Prozent zu.

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eines Antrags liegt im Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt bei 4,6 Monaten und damit leicht unter dem Landesdurchschnitt von 4,9 Monaten bei einer Erstfeststellung.