Saalfeld. Der 69-jährige Klaus Förster hat bis heute 100 Liter Blut gespendet. Wie lang er damit weitermachen möchte.

Das erste Mal bekam Klaus Förster mit 18 Jahren die Nadel in die Vene gestochen. Damals, als Sportstudent in Leipzig, erhielt er 48,20 Mark pro Spende. Für einen Studenten, wie er sagte, in den 1970er-Jahren viel Geld. Die 20 Pfennig seien übrigens für die Straßenbahnfahrt hin und zurück gewesen. Heute geht der 69-Jährige in Sachsen geborene fünfmal im Jahr zur Vollblutspende. In der ganzen Zeit seit damals hat er 100 Liter Blut gespendet. Für den Rudolstädter ganz selbstverständlich. Und solang wie es geht, höre er damit auch nicht auf. Bis zum 75. Lebensjahr sei die Blutabnahme derzeit möglich, wusste Elfi Pfeifer, Gebietsreferentin beim Institut für Transfusionsmedizin (ITMS), zu ergänzen.

Zehn Wochenstunden gegen den Lehrermangel

So ganz kann sich der ehemalige Sportlehrer mit der Rente jedoch nicht abfinden. Sport unterrichte er nicht mehr, schließlich habe er 40 Jahre den Schülern das Kugelstoßen beigebracht. Im Fach „Wirtschaft und Recht“ habe er dennoch an zehn Stunden in der Woche die Klassen an der Regelschule Neusitz in seiner Obhut. Bis zu seinem 70. Lebensjahr will er damit weitermachen, verriet er im Redaktionsgespräch.