Beschlossene Investition in die Zukunft finanziell unterlegt

Auma-Weidatal.  Stadträte von Auma-Weidatal beschlossen außerplanmäßige Investition für einen zukünftigen Wirtschaftsstandort in ihrer Stadt auf dem Areal der ehemaligen Maschinenfabrik Schmidt GmbH

Im Jahr 2012 schloss das traditionsreiche Maschinenbauunternehmen in Auma für immer. Nun will die Stadt prüfen, ob sich das Gelände für einen neuen Wirtschaftsstandort eignet.

Im Jahr 2012 schloss das traditionsreiche Maschinenbauunternehmen in Auma für immer. Nun will die Stadt prüfen, ob sich das Gelände für einen neuen Wirtschaftsstandort eignet.

Foto: Norman Börner

Im Oktober in der Stadtratssitzung wurde das Projekt: Gewerbegebiet auf dem Areal der ehemaligen Maschinenfabrik Schmidt in Auma“ durch Jürgen Kepke, Geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen vor den Stadträten vorgestellt, am Mittwoch wurde eine Voraussetzung dafür geschaffen.

Bereits Jürgen Kepke verdeutlichte vor dem Gremium im Oktober, dass die Stadt Auma in Vorkasse gehen muss, wenn hier etwas für die Zukunft der Landgemeinde Auma-Weidatal entstehen soll. Hier war die Kämmerin der Stadt Auma-Weidatal, Angelika Sorgalla, gefragt. Schließlich befindet sich die Stadt in der Haushaltssicherung, sodass das Geld auch in dieser Kommune knapp bemessen ist.

Außerplanmäßige Ausgabe für geplanten neuen Wirtschaftsstandort beschlossen

Am Mittwochabend beschlossen die Ratsmitglieder mehrheitlich eine außerplanmäßige Ausgabe und somit die Schaffung einer neuen Haushaltsstelle und eine Investition. Zum einen ging es um rund 65.000 Euro. Diese Mittel wurden aus der im Haushalt 2020 eingestellten Investitionen für die Entwicklung der Fließgewässer sowie einer Rückzahlung von Straßenausbaubeiträgen genommen. Beide Maßnahmen wurden dieses Jahr nicht umgesetzt oder waren nicht notwendig.

Nachdem nun, mit dem Votum der Stadträte, die Haushaltsstelle mit 65.000 Euro geschaffen war, waren die Ratsmitglieder ein zweites Mal gefragt. Sie sollten für die Erstellung eines Altlasten- und Gebäudeschadstoffgutachtens für die Industriebrache „Ehemalige Maschinenfabrik Schmidt“ der Investition in Höhe von rund 47.000 Euro zu stimmen. Die Mittel sollen von der zuvor geschaffenen Haushaltsstelle genommen werden.

Stadt schafft Voraussetzung für den Erwerb der Immobilie in der Triptiser Straße

Das Gutachten sei notwendig, um damit in die Verhandlungen zum Erwerb des Areals treten zu können, erklärte Bürgermeister Frank Schmidt (CDU) den Ratsmitgliedern auf Nachfrage. „Es geht um viel Geld. Es sollte aber auch bedacht werden, dass es sich um ein neues Grundstück handelt, dass vermarktet werden soll“, so der Bürgermeister. Das bewegte auch die Ratsmitglieder und sie hinterfragten die Investition. Für das Erstellen eines Gutachtens wurde nach der Ausschreibung das wirtschaftlich günstigste Angebot ausgewählt. Das wurde von der Firma Sakosta SKB GmbH Nobitz, Ziegelheim, abgegeben.

Schmidt verwies aber auch auf die Stadtratssitzung im Oktober und bekräftigte seine Aussage noch einmal, dass, wenn die Stadt in die Zukunft investieren und sich als Grundzentrum beweisen will, dann sollte jetzt damit angefangen werden. Bereits zu der Stadtratssitzung im Oktober hatten die Stadträte eine Grundsatzentscheidung getroffen und sich für die Entwicklung des Gewerbegebietes „ehemalige Maschinenfabrik“ entschieden.. Schmidt wolle zwar keinen Druck gegenüber den Stadträten aufbauen, doch wäre es gut, wenn dieser Auftrag noch in diesem Jahr abgearbeitet werden könnte, so der Bürgermeister. Am Ende stimmten 12 der 13 anwesenden die Ratsmitglieder der außerplanmäßigen Ausgaben zu.

Maschinenfabrik Schmidt GmbH stellte im Oktober 2012 Geschäftsbetrieb ein

Das Areal befindet sich in der Triptiser Straße in Auma. Die im Jahr 1868 gegründete Schmidt GmbH meldete im Jahr 2012 Insolvenz an und stellte zum 31. Oktober 2012 den Geschäftsbetrieb ein. Seitdem ist das Areal verlassen. Der Zahn der Zeit nagt an den Gebäuden und auf dem Grundstück holt sich die Natur Stück für Stück zurück.

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