Beschluss verschoben

Über verschobene Beschlüsse

Heidi Henze, Reporter_Ost, Redaktion Zeulenroda

Heidi Henze, Reporter_Ost, Redaktion Zeulenroda

Foto: Peter Michaelis

Nun ist genau das eingetreten, worauf einige spekuliert haben. Die Zeit wird es klären. Als der Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes in der vergangenen Woche zur Haushaltslesung in die eingeladen hatte, da meldeten sich in der Redaktion der Zeitung einige Stadtväter. Die einen erteilten der Sitzung eine klare Absage und sahen es auch nicht als positiv an, dass die Sitzung nicht zeitlich, sondern räumlich verlegt wurde und zwar aus dem beengten Rathaussaal in die Zeulenrodaer Reimann-Grundschule. Hier wäre viel mehr Platz und die Möglichkeit besteht, dass alle Tische und Stühle bis zu eineinhalb Meter auseinander gerückt werden können, so der Bürgermeister damals. So wurde die erste Lesung des Haushaltsetat durchgeführt und Schulleiterin Karen Mäusebach versicherte allen anwesenden Zweiflern, dass hinterher gründlich gereinigt wird, damit die Kinder ihre Notfallbetreuung am nächsten Tag unbedenklich erhalten können. An diesem Abend kamen 15 von insgesamt 25 Stadträten. Das bedeutet: Es waren über die Hälfte anwesend. Nun am kommenden Mittwoch, am 25. März, sollte die Beschlussfassung des Etat für dieses Jahr erfolgen. Doch der Virus hat sich weiter ausgebreitet und mit der klaren Absageerteilung an die Kommunen und dem Verbot der Veranstaltungen auf kommunaler Ebene, hat sich auch der Beschluss des Haushaltsetat erübrigt. Wann er der Beschluss nachgeholt werden kann, darüber lässt sich streiten und so haben die Stadträte noch ausreichend Zeit sich mit den Finanzen, den geplanten Ausgaben, für dieses Jahr auseinander zu setzen. Vielleicht aber arbeitet die Zeit auch dahingehend für die Zeulenroda-Triebeser, dass die Stadt noch ein Geldgeschenk seitens des Landes Thüringen bekommt, was ja versprochen wurde, allerdings noch bevor die Krise ungeahnte Ausmaße annahm.

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