CDU-Stadträte aus Zeulenroda-Triebes kritisieren Inhalt und Vorgehensweise beim Haushaltssicherungskonzept scharf

Zeulenroda-Triebes.  Keinen Ausverkauf der Kultur in der Stadt Zeulenroda-Triebes fordern die CDU-Stadträte.

Hunderte hatten sich auf dem Zeulenrodaer Marktplatz vor dem Rathaus eingefunden, um ihre Gegenwehr deutlich zu machen. 

Hunderte hatten sich auf dem Zeulenrodaer Marktplatz vor dem Rathaus eingefunden, um ihre Gegenwehr deutlich zu machen. 

Foto: Heidi Henze

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„Vor genau der nun eingetretenen Situation haben wir schon lang gewarnt. Leider haben unsere Alternativvorschläge beim Bürgermeister aber kein Gehör gefunden“, bedauert CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Hofmann vor dem Hintergrund der am 18. Dezember zur Stadtratssitzung in Zeulenroda-Triebes vorgelegten Fortschreibung des Haushaltsicherungskonzepts (HSK).

CDU sieht auch demografisches Problem der Stadt Zeulenroda

Was mit dem jüngst vorgelegten nachgebesserten Haushaltsicherungskonzept (HSK) geschehe, sei ein Ausverkauf von Kultur, Niveau und Standortfaktoren, die bislang für Zeulenroda-Triebes als lebenswerten Wohn- und Arbeitsort gesprochen hätten. „Wir haben nämlich nicht nur ein finanzielles Problem in unserer Stadt, sondern auch ein demografisches“, erläutert Hofmann. Es müsse deshalb bei allen Entscheidungen genau abgewogen werden, womit wir Bürger und damit auch Fachkräfte hier halten oder hierher locken können, so Hoffmann.

Die Badewelt Waikiki, ist kein Grund in der Stadt zu bleiben

Für die CDU-Stadträte sei klar: Ein Spaßbad ist hier kaum oberster Überzeugungsfaktor. Das Problem: Das Waikiki ist mit einer Million Euro Zuschussbedarf der größte finanzielle Brocken bei den freiwilligen Leistungen, die laut HSK gesenkt werden müssen. „Deshalb ist es umso verwunderlicher, dass es in der nun vorliegenden HSK-Maßnahmenliste noch nicht mal mit einer Silbe erwähnt wird. Stattdessen geht es der Musikschule, dem Kinder- und Jugendballett „kess“ und den Vereinen an den Kragen, die seit Jahrzehnten ein positives Aushängeschild von Zeulenroda-Triebes sind“, so Hofmann.

Solide Informationen zum Waikiki fehlen

„Der Bürgermeister spielt definitiv nicht mit offenen Karten. Wir als Stadträte fordern seit Monaten solide Informationen zu den städtischen Finanzen von ihm ein. Was wir bekommen, sind Halbwahrheiten und Ausreden. Uns wohlgemerkt ehrenamtliche Stadträte auf dieser Basis dann die Pistole auf die Brust zu setzen und für das finanzielle Desaster verantwortlich zu machen, soll wohl von den eigentlichen Missständen im Rathaus ablenken. Dieser Taktik zu folgen, weigern sich die CDU-Stadträte. „Das ist nicht die Politik, die unsere Bürgerinnen und Bürger verdient haben“, sagt Hofmann und kündigt an, dass seine Fraktion bei ihrer alten Forderung bleibt: „Erst die Stadt, dann das Waikiki!“.

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