Corona-Jahr war Herausforderung für Zeulenrodaer Feuerwehr

Zeulenroda-Triebes  Mitglieder der Stützpunktwehr Zeulenroda konnten durch Maßnahmen und einem Quäntchen Glück dem Coronavirus in der Wehr Einhalt gebieten

Christian Komorowski

Christian Komorowski

Während der Lockdowns in der Corona-Zeit konnte in der Feuerwehr Zeulenroda keine oder nur online durchgeführte Aus- und Weiterbildung durchgeführt werden. "Das ist eine Herausforderung", sagt Christian Komorowski, Wehrleiter der Stützpunktwehr Zeulenroda. Trotzdem wurden in allen drei Abteilungen der Wehr (Einsatzabteilung, Jugendwehr und Tauchergruppe) insgesamt 3604 Stunden Fortbildung geleistet. Hinzu kommen knapp 1550 Einsatzstunden. "Alle Stunden werden ehrenamtlich geleistet", bedankt sich der Wehrleiter bei den Mitglieder der Wehr. 56 Mitglieder zählt die Einsatzabteilung. Insgesamt zählt die Stützpunktwehr 99 Mitglieder.

Zahlreiche weitere Maßnahmen und ein enormer zusätzlicher Aufwand bei der stetigen Desinfektion der Gerätschaften sowie der Fahrzeuge nach jedem Einsatz seinen unbedingt notwendig, erklärt Frank Schneider, stellvertretender Wehrleiter der Stützpunktwehr Zeulenroda. Nicht nur die Aktivitäten der Mitglieder der Stützpunktwehr sei auf ein Minimum reduziert worden, auch die rund 30 Mitglieder der Kinder- und Jugendwehr unter Jugendfeuerwehrwart Silvio Knorr, konnten während der verschärften Hygieneregeln keine Ausbildung absolvieren. Die Angst, dass durch die notgedrungene Stilllegung die Mitglieder ausbleiben könnten, können die Zeulenrodaer nicht teilen. „Die Kinder und Jugendlichen scharren mit den Füßen und bedauern es jedes Mal, wenn ihre Ausbildung ausfällt“, so der Wehrleiter, der zugleich Kreisjugendwart ist. Nichtsdestotrotz absolvierte der Nachwuchs im vergangenen Jahr 585 Ausbildungsstunden.

Was sich für ihn, durch die in den letzten Monaten über verschiedene Kanäle leider nur als Online-Verbindung abzeichnet, ist ein schwindender Zusammenhalt untereinander. „Hier fehlt einfach die direkte Kommunikakion“, sagt Christian Komoroski.

Die Planungen für das laufende Jahr für die Aus- und Weiterbildungen stehen ebenso wie die dringend erforderliche einmal jährlich stattfindende Wochenendschulung. Dass gerade für die Wochenendschulung der Ort des Geschehens fehlt, kommt für Feuerwehr erschwerend hinzu. Das städtische Gebäude soll verkauft werden. Hier befand sich einst das Schullandheim von Zeulenroda-Triebes. Die Verantwortlichen der Feuerwehr sind nun auf der Suche nach einer neuen Unterkunft.

Nach den Wünschen für dieses Jahr gefragt, antwortete Frank Schneider spontan, dass „alle Feuerwehrleute gesund von jedem Einsatz nach Hause kommen und die Ausbildung ohne Corona gestalten können. Geplant sind zudem der Tag der offenen Tür, sämtliche Feuerwehrfeste und das Jugendcamp. Was in welchem Umfang stattfinden kann, dass lässt sich nicht planen, so der Wehrleiter.