Corona-Song im Ping Pong- Verfahren

Zeulenroda-Triebes.  Straßenkinder und Musiker Malik Make aus Kampala sowie Annett sowie Michael Rischer aus Pausa produzieren gemeinsam Lieder via Internet

Michael Rischer spielt zu den Partituren seine Bass Stimme ein. Auf diese Weise produzieren der sächsische Musiker Michael Rischer gemeinsam mit den Straßenkinder und Malik Make aus Kampala in Uganda ihre Lieder.

Michael Rischer spielt zu den Partituren seine Bass Stimme ein. Auf diese Weise produzieren der sächsische Musiker Michael Rischer gemeinsam mit den Straßenkinder und Malik Make aus Kampala in Uganda ihre Lieder.

Foto: Annett Rischer

Auch, wenn ein persönliches Treffen von Annett und Michael Rischer aus dem benachbarten Pausa mit ihren Freunden und Partnern im ostafrikanischen Land Uganda coronabedingt nicht möglich ist, so werden andere Möglichkeiten aufgespürt. Via Internet wachsen Verbindungen zwischen dem 9000 Kilometer entfernten Partnern. Das soziale Netzwerk, das Internet macht eine Verbindung möglich.

Kinder singen im Studio von Kampala, der Hauptstadt von Uganda: „Corona ist eine tödliche Krankheit. Wir müssen kämpfen...“. Die Texte sind von unglaublicher Kraft, vermitteln Mut und Hoffnung auf die Zeit danach. Annett und Michael Rischer aus Pausa verfolgen es auf dem Bildschirm ihres Computers.

Während des letzten Besuchs der sächsischen Nachbarn in Uganda im Januar, wo auch zwei Schleizer Schüler dabei waren, wurde genau diese Idee geboren. Malik Make, Musiker aus Kampala, und die Rischers aus Pausa, beschlossen Straßenkindern der 1,5 Millionen Einwohner Metropole Freude zu bereiten und sie von der Straße zu holen. Schließlich ist Michael Rischer Musikproduzent und Musiker. Zudem engagieren sich die Rischers in Uganda mit Hilfe zur Selbsthilfe. Sie geben Anstöße, unterstützen, wenn die Menschen in Uganda selbstständig agieren sollen.

Aus der Idee wurde schnell mehr. Flugs liefen bei den Pausaern die ersten Mails mit Musik-Datein ein. Vorschläge für Texte beschreiben die aktuelle Situation, bringen Gefühle und Eindrücke der Kinder in Uganda zum Ausdruck. „Wir machen gemeinsam Musik im Ping- Pong-Verfahren, ist Michael Rischer begeistert. Musikvorschläge, Partituren und Tonspuren werden hin und her geschickt. Die Melodien sind im Reggae-Stil. „Sie sind eingängig und könnten sich zu Ohrwürmer entwickelt“, freut sich auch Annett Rischer auf die CD. Die soll am Ende entstehen. „Das könnte im Frühjahr des nächsten Jahres sein“, so der Pausaer. Die CD wird es dann für 20 Euro auch hier zu kaufen geben. Die Einnahmen werden dann wieder eingesetzt für einen Besuch bei den Partnern nach der Corona Pandemie.

Liedtexte erzählen die Eindrücke und Gefühle der Kinder

Die ersten drei Lieder sind bereits fertig. Weitere sollen entstehen, wo die Klimaveränderung, ihren Tagesablauf und vieles mehr besungen werden. Und sie bringen auch ihre Freude zum Ausdruck über die Wassertanks, die Rischer in der Vergangenheit an 48 Schulen im Distrikt Bukomansimbi mit Zehntausend-Liter aufgebaut haben. Finanziert werden die Projekte durch Spenden, der Zusammenarbeit mit dem Verein Global-Social-Network für nachhaltige Projekte von Weltumradler Axel Brünner und der Kinderkriegsstiftung.

Songs und Zeichnungen auf einer Web-Site zu hören und zu sehen

Auf der Internetseite www.corona-art-gallery.org sollen Kinderzeichnung zur Pandemie veröffentlicht und die Songs eingestellt werden. Um zu spenden oder einen persönlichen Kontakt herzustellen, sind ein Anruf unter: 0171 / 7423457 oder eine E-Mail an: mr-filmproduktion@freenet.de von Vorteil.