Segelclub Zeulenroda

Den „Leutturm“ aus eigener Kraft gestemmt

Zeulenroda-Triebes.  Die Mitglieder des Segelclub Zeulenroda sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, mit denen sie nun aufräumen wollen.

Heiko Wimmer, Vorsitzender des Segelclub Zeulenroda, berichtet von den laufenden Baumaßnahmen im Vereinsgebäude am Zeulenrodaer Meer.

Heiko Wimmer, Vorsitzender des Segelclub Zeulenroda, berichtet von den laufenden Baumaßnahmen im Vereinsgebäude am Zeulenrodaer Meer.

Foto: Heidi Henze

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Nach gut zwei Jahren melden sich die Mitglieder des Vereins, des Segelclub Zeulenroda, zu Wort. Heiko Wimmer, Vorsitzender des Segelclub, möchte mit erneuten Vorwürfen einzelner Personen, die in der Stadt kursieren, aufräumen.

Seglerheim sollte Wassersportzentrum werden

Vor gut drei Jahren, noch in der alten Legislaturperiode, stand der Segelclub, als ein Teil des Masterplanes der Stadt Zeulenroda-Triebes zur touristischen Entwicklung der Talsperre Zeulenroda, dem Zeulenrodaer Meer, im Mittelpunkt der Diskussion. Durch die aktuelle Haushaltssituation der Stadt Zeulenroda-Triebes und dem Ansinnen, einzelne Vereine, die Kinder- und Jugendarbeit betreiben, die bisherigen Zuschüsse der Stadt zu kürzen, muss sich der Vorsitzende Heiko Wimmer erneut anhören, als privilegierter Verein der Stadt zu gelten. Auch die damals umsonst ausgegebenen Planungskosten für das Wassersportzentrum (WSZ) werden ihm und dem Verein vorgeworfen. Der damals einzige Wassersportverein an der Talsperre, hatte sich bereiterklärt, die touristischen Pläne der Stadt, zu für den Verein machbaren Bedingungen, zu unterstützen und als Betreiber zu fungieren.

Projekt finanziell nicht umsetzbar, deshalb zurückgezogen

Der Stadtrat hat, als das WSZ dann auf der Tagesordnung seiner Sitzung stand, Planungskosten im Haushaltsplan beschlossen, und sich dann doch gegen ein Wassersportzentrum ausgesprochen. Der Vorsitzende räumt ein, dass unter den zuletzt durch ein Nürnberger Planungsbüro ausgearbeitetes Nutzungskonzept, welches die Stadt in Auftrag gegeben hat, in denen die Vereinsmitglieder des Vereins mit einem Tourist gleichgestellt wurden, ohne Sonderrechte, ebenfalls so nicht zugestimmt hätten.

Aus heutiger Sicht mit Blick auf die finanzielle Lage der Stadt, war es für alle Beteiligten ein sehr guter Schritt, sich wieder auf die Wurzeln eines eigenständigen Vereins zu besinnen, resümiert Heiko Wimmer. Auch deshalb erklären die Mitglieder ganz klar, dass sie bei allen ihrem Tun und den laufenden Baumaßnahmen im und am Vereinsheim, diese nur stemmen können, durch ein gemeinsames Vorgehen der Mitglieder des Segelclubs.

Mitglieder des Vereins Segelclub Zeulenroda bauen aus eigener Kraft

Seit 2017 wird am Vereinsgebäude gearbeitet. Die gesamte Entkernung des Gebäudes, das Verfüllen des maroden Kellers und vieles mehr haben die Segelsportfreunde in vielen wöchentlichen Einsätzen gestemmt. Nach der Sanierung aller Dachflächen wurde im vergangenen Jahr das Gebäude trocken gelegt, der Eingangsbereich neu gestaltet und eine Abwasserpumpstation eingebaut. Mittlerweile läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Wer das alte Innenleben mit den unübersichtlichen nicht angepassten Räumen kennt, kann es sich heute kaum noch vorstellen. Sanitäranlagen sowie Umkleideräume wurden neu installiert. Die finanziellen Mittel für diese Baumaßnahmen wurden gestützt durch die Eigenleistungen der Mitglieder, Kredite und durch Fördermittel des Landessportbundes des Freistaates Thüringen sowie dem Landkreis Greiz. Die Stadt Zeulenroda-Triebes konnte 2018 lediglich einen Beitrag von 1.300 Euro beisteuern. Allerdings, sollte man auch beachten, dass die „Beantragung der Fördermittel sehr umfangreich ist“, stellt der Vorsitzende fest. Doch auch im Verein wird alles ehrenamtlich bewerkstelligt. Viele Arbeiten einzelner Gewerke haben die Vereinsmitglieder ausgeführt, andere wurden an einheimische Handwerksbetriebe vergeben.

Mit Saisonbeginn soll das Innenleben in dem Vereinsgebäude fertiggestellt sein. Am 20. und 21. Juni des Jahres soll dann auf dem Zeulenrodaer Meer eine bis dahin als vereinsinterne veranstaltete Karpfenpfeiferregatta öffentlich ausgetragen werden und sie hoffen auf den Zuspruch weiterer Vereine aus der gesamten Region.

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