Ein denkwürdiger Tag in der Geschichte von Berga

Berga.  Ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug, einen umgerüsteten Gerätewagen und jede Menge neue Technik konnten die Bergaer nun in den Dienst stellen. Der Freistaat Thüringen und viele Sponsoren unterstützen die Anschaffungen.

Das Interesse an der neuen Technik, die die Bergaer Kameraden am Sonnabend in den Dienst stellten, war groß. Viele Kameraden aus benachbarten Wehren, von der Partnerstadt und Georgenthal, kamen, um bei der offiziellen Zeremonie dabei sein zu können. 

Das Interesse an der neuen Technik, die die Bergaer Kameraden am Sonnabend in den Dienst stellten, war groß. Viele Kameraden aus benachbarten Wehren, von der Partnerstadt und Georgenthal, kamen, um bei der offiziellen Zeremonie dabei sein zu können. 

Foto: Heidi Henze

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Gleich eine ganze Reihe neuer Feuerwehrtechnik stellten die Bergaer am Sonnabend offiziell in den Dienst. Dazu gehören nicht nur ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 10), sondern auch ein umgebautes und nach modernsten Anforderungen aufgerüstetes Feuerwehr-Gerätefahrzeug sowie neue Technik und auch der Anbau an das Feuerwehrgerätehaus wurde eingeweiht. Kurzum, „es ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Stadt Berga“, so Matthias Winkler, Hauptamts- und Bauamtsleiter in der Stadtverwaltung und Feuerwehrmitglied in Berga.

Das neue HLF 10 bringt 14 Tonnen auf die Waage, hat 290 PS, verfügt über einen Wassertank mit 2000 Liter Wasser und ist ausgerüstet mit allen notwendigen Hilfeleistungsgeräten wie Atemschutz, einer Gasmessausrüstung und vielem mehr. Das Fahrzeug hat ein Investitionsvolumen von rund 370.000 Euro. Über das Thüringer Gesetz für kommunale Investitionen, Bildung und Kultur wurde der Fahrzeugkauf mit 325.000 Euro gefördert. Möglich wurde diese Förderung, weil die Feuerwehr Berga eine Kooperation mit der Feuerwehr Weida pflegt. Gemeinsam gelten sie für den Landkreis Greiz als Stützpunktwehr und müssen die Aufgaben für den Landkreis miterfüllen. Zusätzlich wurden rund 90.000 Euro in die Brandschutzausrüstung investiert und weitere 50.000 Euro durch Sponsoren aus der Region abgesichert. So sponserte die Versicherung der Sparkasse Gera-Greiz eine Wärmebildkamera und Unternehmen aus Berga und der Region sorgten mit ihrer finanziellen Unterstützung, neben dem Freistaat, für eine hochwertige technische Ausrüstung.

Seit zehn Jahren versuchte Matthias Winkler die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, kümmerte sich um Fördermittel, einige wurden wieder verworfen, andere dafür aktiviert. Zwischenzeitlich trat die Stadt Berga in die Haushaltskonsolidierung ein, so dass die Leistung des Freistaates gefragt war. Stephan Junghans, Kreisbrandinspektor des Landkreises Greiz, zollt der hohen Investition Respekt. „Die Technik muss jetzt 25 bis 30 Jahre halten.“ Er ist sich aber auch sicher, dass die moderne Technik nicht nur gepflegt und gewartet werden muss, sondern eben auch motiviert. „Sie sollte Ansporn sein, dass weitere Bürger in der Feuerwehr Mitglied werden und bereit sind, ihre eigenen Kraft in den Dienst der Feuerwehr stellen“, so Junghans.

Die Freiwillige Feuerwehr Berga zählt 30 aktive Kameraden, zusätzlich sind 90 Frauen und Männer in den Ortsteilwehren organisiert. Die Jugendwehr in Berga zählt knapp 20 Mitglieder. Die hatten in der vergangenen Woche schon eine Ausbildung zur Unfallverhütung am neuen Fahrzeug absolviert, berichten der 13-jährige Morice und der 11-jährige Cedric ganz stolz.

Zwei Einsätze haben die Bergaer bereits mit dem neuen Fahrzeug absolvieren müssen. Einmal wurden die Kameraden zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 175 gerufen und ein anderes Mal zur Unterstützung eines Rettungseinsatzes.

Die Greizer Pastorin Anne Puhr segnete das neue Fahrzeug und betete dafür, dass alle Kameraden unfallfrei von den Einsätzen zurückkehren.

Kein Wunder also, dass das Interesse an diesem außergewöhnlichen Tag groß war. Viele Kameraden aus den Ortsteilwehren, der Feuerwehr aus Weida, Hohenleuben sowie aus dem polnischen Sobotka, der Partnerstadt von Berga, und der befreundeten Wehr aus Georgenthal wollten den denkwürdigen Tag miterleben und so platzte die dafür umfunktionierte Fahrzeughalle der örtlichen Wehr fast aus den Nähten. Am Abend fand dann noch die erste Tannenbaumverbrennung in Berga statt.

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