Krimi-Autor Max Annas liest

Ein Krimi in Zeulenroda

Der Krimipreisträger Max Annas liest in der Zeulenrodaer Kreuzkirche,15. November, aus seinem jüngsten Krimi-Roman „Morduntersuchungskommission“.

Claudia Sommer-Voigt, Inhaberin  der Bücherstube Zeulenroda, hat die Lesung am 15. November in der Kreuzkirche organisiert  und freut sich nun auf das Kommen des Krimipreisträgers Max Annas. 

Claudia Sommer-Voigt, Inhaberin  der Bücherstube Zeulenroda, hat die Lesung am 15. November in der Kreuzkirche organisiert  und freut sich nun auf das Kommen des Krimipreisträgers Max Annas. 

Foto: Heidi Henze

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Ein junger Mosambikaner wird in der DDR getötet- für Max Annas, Krimi-Autor, Anlass in ein Abenteuer zu stürzen. Er schlüpft in die Rolle eines Kommissars und ermittelt trotz aller Widerstände, denn zu DDR-Zeiten wurden Verbrechen totgeschwiegen. Max Annas Roman spielt im Jahr 1983 in der DDR. Kein Wunder also, dass der Autor, der in Westdeutschland aufgewachsen ist, in der damaligen DDR nicht gerngesehen war. Mit „Morduntersuchungskommission“, dem fünften Roman von Max Annas, macht er mit seiner Geschichte, auf eine Lücke in Zeiten des DDR-System aufmerksam, das Genre war ein Tabu-Thema. Doch der Krimipreisträger Max Annas hat die letzten Jahre der DDR genutzt, um sich dort umzusehen und Freundschaften zu schließen, hat sich davon nicht daran hindern lassen, einen der ersten großen Kriminalromane zu schreiben, der in der DDR spielt und auf Tatsachen beruht.

Realistischer Fall als Hintergrund

Der Fall ist real, Ort und Zeit wurden geändert. Annas nahm den Mord 1986 an den jungen Mosambikaner, an der Bahnstrecke zwischen Ost-Berlin und Dessau, dessen Leichenteile über Kilometer entlang der Gleise verteilt waren, wollte wissen, ob es ein Verbrechen aus Hass war. Als Oberleutnant Otto Castorp von der Morduntersuchungskommission Gera sucht er Zeugen, die schweigen. Die Indizien weisen auf ein rassistisches Verbrechen hin. 2019 erschien der Roman „Morduntersuchungskommission“.

Der Roman ist zugleich ein Bild dessen, was in den letzten Jahren des sozialistischen Regimes mit den Menschen, die hier lebten passierte. Sie sind hellhörig geworden, haben Dinge hinterfragt. Der Roman, des 1963 geborenen Schriftstellers, setzt Zeichen und wendet sich ab von Action und Katastrophen.

Max Annas liest aus „Morduntersuchungskommission“ in Zeulenroda. Am 15. November um 18.30 Uhr in der Kreuzkirche. Karten gibt es in der Bücherstube in Zeulenroda, Markt 11 oder unter Telefon: (036628) 82219 oder unter info@buecherstube-zeulenroda.de.

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