Ein Walderlebnis der besonderen Art

Zeulenroda-Triebes.  Andreas Winkler und Norbert Mecke haben in Eigeninitiative einen Wanderweg in Weckersdorf aktiviert, der fast schon in Vergessenheit geraten war

Norbert Mecke und Andreas Winkler ist es zu verdanken, dass die Region um Zeulenroda-Triebes,um einen attraktiven Rundwanderweg reicher geworden ist.

Norbert Mecke und Andreas Winkler ist es zu verdanken, dass die Region um Zeulenroda-Triebes,um einen attraktiven Rundwanderweg reicher geworden ist.

Foto: Heidi Henze

Er ist fantastisch und verdeutlicht einmal mehr, wie schön und abwechslungsreich die Region ist. Die Rede ist von einem wieder aktivierten Wanderweg auf Weckersdorfer Flur – einem Kleinod, das durch ehrenamtlichen Einsatz von Andreas Winkler aus Weckersdorf, und Norbert Mecke aus Zeulenroda, wieder zurück ins Leben gerufen wurde.

Andreas Winkler, bekannt für seine Prachtexemplare aus Holz. Ganz gleich, ob es Sitzmöglichkeiten, Wegweiser oder einfach auch nur nützliche Dinge für Wald und Wiesen sind, der 58 Jährige hat den Wanderweg, das „Walderlebnis Weckersdorf“ wieder aktiviert.

Norbert Mecke aus Zeulenroda gab den letzten Anstoß

Zum einen hat es den Naturmenschen schon lange beschäftigt, dass die Urlauber, die in Weckersdorf Station machen, und hier vor allem die Kinder, kaum Möglichkeiten haben, sich in der Natur zu betätigen. Jetzt haben sie das 3, 2 Kilometer lange Walderlebnis Weckersdorf mit sagenhaften Überraschungen für große und kleine Wanderleute und Spaziergänger.

Zwei Herrn aufeinandergetroffen, die ein super Team bilden

Norbert Mecke sprach den Weckersdorfer an, ob er wüsste, wer die Bank am Anfang des Wanderweges wiederinstandsetzen könnte. Das war für Andreas Winkler das Tüpfelchen auf dem I. Beide zusammen bilden ein super Team. Während der Zeulenrodaer den Blick für das Naturwissenschaftliche hat, ist der Weckersdorfer für das Handwerkliche verantwortlich.

Angefangen hat alles mit der Bank, dann hat der Handwerker den Weg Stück für Stück freigeschnitten, hat ihn wieder urbar gemacht, es folgte eine Bank nach der anderen. Die Bänke sind aus Fichte und Weißtanne und das Holz aus den Bäumen, die Andreas Winkler wegen dem Borkenkäferbefall fällen musste. Keine Bank gleicht der anderen.

Ein Rundweg entlang des Waldbachtales mit der dicken „Berta“, himmlische Fernblicke zur Kirschkauerhöhe, Märchenbäume, ein Iglu für einen Waldarbeiter, Fußspuren der Waldtiere, ein Holzfäller Hackstock und viel mehr sind nur ein paar Merkmale entlang der Wiesen und durch den Wald. Ein bisschen stolz ist Andreas Winkler auf das Werk schon. Fast täglich hat im Sommer der Spaziergang mit seiner Frau am Abend auf genau diesem Wanderweg den Tag beendet. Fantastische Sonnenuntergänge haben sie erleben dürfen ebenso wie Tiere des Waldes beobachten können.

Wanderführer Andreas Winkler aus Weckersdorf

Wenn Andreas Winkler die Funktion des Wanderführers übernimmt, dann erleben die Wanderleute einen kleinen, aber feinen Lehrgang zu Wald und Bäume und auch noch so manche Kindheitserinnerungen von ihm gibt er preis.

Selbst für diejenigen, die Wanderstempel sammeln, werden auf diesem Weg den Stempel finden. Zahlreiche Wanderfreudige sind mittlerweile hier entlanggelaufen. Zudem bietet der Weg zahlreiche weiterführende Touren in den Köthenwald oder ins Weidatal.

Fakt ist: Die Region um Zeulenroda-Triebes hat mit diesem Rundweg, der auch ein paar Anstiege beinhaltet, eine abwechslungsreiche Kombination von Bewegung im Wald, gemütliche Rastplätze mit Fernsicht und jede menge Möglichkeiten für eigene Beobachtungen der umgebenden Flora und Fauna. Die Fotografen finden hier garantiert viele schöne Fotomotive.