Experten helfen sich selbst: Norman Börner über den Wert der Selbsthilfegruppe

Wer süchtig ist, braucht Hilfe. Die kann er an mehreren Stellen finden. Der Hausarzt kann ein erster Ansprechpartner sein. Aber auch die Suchtberatung kann einem Süchtigen professionelle Hilfe vermitteln. Eine Therapie kann sich daran anschließen.

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Doch die Selbsthilfegruppe liefert einen ganz eigenen Ansatz, um mit der Sucht klar zu kommen. Hier treffen sich Menschen, die das gleiche Problem haben. Sie sprechen über ihre Schwierigkeiten, lernen voneinander und machen sich gegenseitig Mut. Sie sind nicht mehr allein mit der Sucht.

Deswegen kann die Arbeit von Menschen wie Dieter Pruschik und Gerd Heinig nicht hoch genug angesehen werden. Psychologen, Ärzte und Sozialarbeiter haben eine lange und teure Ausbildung genossen. Sie sind mit ihrer Fachkenntnis natürlich ungemein wichtig, für die Bewältigung der Sucht.

In der Selbsthilfegruppe sind meist keine Fachleute im klassischen Sinne. Die Menschen sind aber für sich genommen Experten, weil sie genau wissen, welche Probleme und Zwänge eine Abhängigkeit mit sich bringt. Und sie sind für die Betroffenen von unschätzbarem Wert. Weil die Menschen hier auch wieder lernen, am sozialen Leben teilzunehmen. Denn oft führt eine Abhängigkeit auch in die Einsamkeit, die die Gruppe abfangen kann. Und wie es Dieter Pruschik so schön sagt: Der Vorname ist Selbst. Menschen lernen hier auch wieder, ein Stück selbstständig zurückzugewinnen.

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